PPI können laut einer taiwanesischen Studie gegen Brustkrebs schützen

  • Chen CH & al.
  • J Clin Pharmacol
  • 17.10.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Frauen mit Brustkrebs haben mit größerer Wahrscheinlichkeit vorher keine Protonenpumpenhemmer (PPI) verwendet, als Frauen ohne Brustkrebs.
  • Den Autoren zufolge bietet die Studie neue empirische Evidenz zur potenziell schützenden Wirkung von PPI gegen das Auftreten von Brustkrebs.

Warum das wichtig ist

  • Frauen mit einem Risiko für Brustkrebs können von PPI profitieren, wenn sie medizinische Beschwerden haben, die deren Verwendung bedingen.

Studiendesign

  • Landesweite populationsbasierte, retrospektive Fallkontrollstudie zur früheren PPI-Verwendung bei Frauen, die mit Brustkrebs diagnostiziert worden waren (n = 64.234), vs. Frauen ohne Krebs (n = 64.234), auf Basis der soziodemografischen Merkmale und gemeinsamen Komorbiditäten.
  • Die Daten der Fall- und Kontrollpatientinnen wurden aus dem National Health Insurance Research Dataset von Taiwan bezogen.
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die PPI-Verwendungsrate war bei Brustkrebsfällen niedriger (8,06 % vs. 10,42 % bei Kontrollen).
  • Nach Anpassung von Komorbiditäten, die die Einnahme von PPI bedingen, hatten Brustkrebspatientinnen um 25 % seltener PPI verwendet als Kontrollpatientinnen (adjustierte OR: 0,749; 95 %-KI: 0,721–0,779).
  • Es zeigte sich eine Dosiswirkungskurve, der zufolge Brustkrebsfälle um 35 % seltener als Kontrollen vorher die höchste Dosis von PPI genommen hatten (adjustierte OR: 0,65; 95 %-KI: 0,61–0,70).

Einschränkungen

  • Fall-Kontrolldesign einer retrospektiven Studie.
  • Die Studie konnte nicht um den Raucherstatus oder die körperliche Aktivität bereinigt werden.