Point-of-Care-Ultraschall kann okkulten okklusiven Myokardinfarkt früher erkennen als Standarduntersuchung

  • Xu C & al.
  • Am J Emerg Med

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Ein elektrokardiographisch okkulter okklusiver Myokardinfarkt (OOMI) kann in einem in der Notaufnahme (NA) durchgeführten Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) frühzeitig ersichtlich sein.

Warum das wichtig ist

  • „OOMI“ bezieht sich auf einen Koronararterienverschluss, der:
    • eine Revaskularisation erfordert.
    • im EKG nicht als ST-Streckenhebung erscheint.
  • Die Diagnose dieser Art von Myokardinfarkt (MI) erfolgt oft verzögert, was zu schlechteren Ergebnissen führt.
  • Linksventrikuläre (LV) regionale Wandbewegungsstörungen (WBS), die im POCUS ersichtlich sind, können auf eine frühe kardiale Ischämie hinweisen.

Wesentliche Ergebnisse

  • 23 Patienten wiesen einen OOMI auf, davon hatten 20 erhöhte Troponinwerte und 14 WBS.
  • Mediane Zeit von der Ankunft in der NA bis zur Revaskularisation mit WBS vs. ohne:
    • 432 (Interquartilbereich [IQR]: 209–1.300) vs. 2.158 (IQR: 552–3.390) Minuten; p = 0,006
  • Zeitpunkt des POCUS vor:
    • Troponin (n = 234): 36 (IQR: 9–68) Minuten
    •  Erstem erhöhten Troponin (n = 85): 39 (IQR: 23–96) Minuten
    •  Erstem Troponinanstieg bei Patienten mit OOMI (n = 20): 43 (IQR: 9–263) Minuten

Studiendesign

  • Monozentrische retrospektive Studie mit Erwachsenen im Alter von ≥ 35 Jahren, die mit einem potenziellen akuten Koronarsyndrom in der NA vorstellig wurden (n = 234)
  • Die Autoren beurteilten diejenigen, die Folgendes erhielten:
    • EKG
    • POCUS auf LV-Funktion in der NA
    • Herkömmlicher Troponin-Assay
  • Zu den Ausschlusskriterien gehörten ein ST-Hebungs-MI und eine bekannte LV-Dysfunktion.
  • Ergebnis: Zeit bis zur Revaskularisation
  • Finanzierung: Keine

Einschränkungen

  • Potenzielle Auswahlverzerrung und Störfaktoren
  • Es sind prospektive Studien erforderlich.