Platin/Pemetrexed-basierte Chemotherapie nur mäßig wirksam beim ALK+ NSCLC

  • J Thorac Oncol
  • 05.11.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Platin/Pemetrexed-basierte Chemotherapie erreichte eine bescheidene Wirksamkeit bei Patienten mit anaplastischer Lymphomkinase (ALK)-positivem NSCLC, das refraktär auf ≥1 ALK Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) der zweiten Generation war.
  • Die Wirksamkeit war besser bei Patienten, die Kombinationstherapie mit einem ALK-TKI erhielten.

Warum das wichtig ist

  • Die effektivste Folgetherapie nach Versagen eines ALK-TKI der zweiten Generation ist bislang unbekannt.

Studiendesign

  • 58 Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC, das refraktär auf ≥1 ALK Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) der zweiten Generation war, erhielten eine Platin/Pemetrexed-basierte Chemotherapie (PT/pem-basierte Chemotherapie).
  • Finanzierung: National Cancer Institute und andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • 88% der Patienten hatten ≥2 vorangegangene ALK-TKIs und 21% hatten ≥3 vorangegangene ALK-TKIs.
  • 95% erhielten eine PT/pem-basierte Chemotherapie, unmittelbar nach einem ALK-Inhibitor der zweiten Generation.
  • Die objektive Responserate (ORR) war 29,7% (95% KI 15,9%-47,0%) und die ORR des ZNS war 15,8% (95% KI 3,4%-39,6%).
  • Das mittlere Gesamt-PFS unter PT/pem-basierter Chemotherapie für die gesamte Kohorte war 4,3 Monate (95% KI 2,9-5,8).
  • Das Risiko einer intrakraniellen Progression nach 1 Jahr war 30% (95% KI 18%-44%).
  • Der Erhalt einer jeglichen PT/pem-basierten kombinierten Chemotherapie plus einem ALK-TKI war mit einem signifikant besseren mittleren PFS verbunden als eine alleinige PT/pem-basierte Chemotherapie (7,7 vs. 3,6 Monate; HR 0,31; p= 0,002).

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.