PKV-Mehrumsatz: 54.000 Euro pro Praxis

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Köln (pag) – Die private Krankenversicherung (PKV) generiert 2017 für die Leistungserbringer einen Mehrumsatz von 13,23 Milliarden, rund 226 Millionen Euro mehr als 2016. Die Ausgaben belaufen sich auf 35,74 Milliarden, eine Steigerung um fast eine Milliarde. Diese Daten finden sich in der Studie „Mehrumsatz und Leistungsausgaben von PKV-Versicherten“ des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP).

 

Den höchsten Mehrumsatz verzeichnet der ambulante Sektor mit 6,43 Milliarden Euro. Im Schnitt macht das pro Arztpraxis 54.000 Euro. Der Mehrumsatz in der stationären Versorgung beträgt 687 Millionen Euro. Dieser „beruht im Wesentlichen auf Mehrleistungen im Rahmen von wahlärztlichen Behandlungen (Einzelzimmer, Chefarztbehandlung)“, heißt es im WIP-Bericht. Der im Vergleich zum ambulanten Sektor niedrigere Mehrumsatz basiere darauf, dass allgemeine Krankenhausleistungen in der PKV auch nach dem DRG-System abgerechnet werden – so wie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der zweithöchste Mehrumsatz wird mit 3,20 Milliarden Euro in der zahnmedizinischen Versorgung erzielt. Die weiteren Bereiche: Heilmittel (1,03), Arznei- und Verbandmittel (0,952), Hilfsmittel (0,53) und Sonstige (0,41).

Bei den Ausgaben liegen der ambulante (11,53 Milliarden Euro) und der stationäre Sektor (10,00) fast gleich auf. Die weiteren Bereiche schneiden wie folgt ab: Zahnmedizin (4,92), Arznei- und Verbandmittel (5,62), Heilmittel (1,77), Hilfsmittel (1,49) und Sonstige (0,41). Die PKV erzielt bei den Ausgaben einen Marktanteil von 16,5 Prozent. Dazu halten die Autoren fest: „In allen Sektoren ist der Anteil der Ausgaben der Privatversicherten, gemessen an den GKV- und PKV-Ausgaben, größer als der Bevölkerungsanteil der Privatversicherten (10,6 Prozent).  

Die Studie zeigt außerdem, dass in den letzten zehn Jahren (2007 bis 2017) die Leistungsausgaben je Versicherten in der PKV um 38,2 Prozent stiegen, in der GKV um 45,6 Prozent.

Die Studie finden Sie hier.