Pillen und Produkte zur Empfängnisverhütung erhöhen das Risiko für hochgradige zervikale Neoplasien

  • Loopik DL & al.
  • Eur J Cancer
  • 21.11.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Der Gebrauch von oralen Kontrazeptiva und intrauterinen Verhütungsmitteln (IUDs) war gegenüber keiner Kontrazeption mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung intraepithelialer zervikaler Neoplasien Grad III (CIN3+) verbunden.
  • Das Risiko für CIN3+ war höher unter oralen Kontrazeptiva als unter IUDs.

Warum das wichtig ist

  • Eine gepoolte Analyse epidemiologischer Studien weist darauf hin, dass die IUD-Verwendung ein protektiver Kofaktor beim Risiko für Zervikalkarzinom sein könnte.

Studiendesign

  • 702.037 Frauen zwischen 29 und 44 Jahren beteiligten sich zwischen 2005 und 2009 an einem Screening-Programm für Zervikalkarzinom mit normaler Zytologie.

Wesentliche Ergebnisse

  • 0,96% der Frauen entwickelten eine CIN3, und bei 0,08% wurde während eines mittleren Follow-ups von 9,7 Jahren ein Zervikalkarzinom diagnostiziert.
  • 25,4% der Frauen verwendeten kein Verhütungsmittel, 12,2% orale Kontrazeptiva und 3,9% ein IUD für ≥5 Jahre.
  • Der IUD-Gebrauch war gegenüber keiner Kontrazeption mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer CIN3+ verbunden (Risikoquotient [RR] 1,51; 95% KI 1,32-1,74), jedoch nicht mit einem Risiko für Zervikalkarzinom (RR 1,21; 95% KI 0,71-2,07) .
  • Orale Kontrazeptiva waren mit einem erhöhten Risiko für CIN3+ (RR 2,77; 95% KI 2,65-3,00) und Zervikalkarzinom verbunden (RR 2,06; 95% KI 1,52-2,79) gegenüber keiner Kontrazeption.
  • Die Verwendung oraler Kontrazeptiva war gegenüber IUD mit einem höheren Risiko für CIN3+ (RR 1,83; 95% KI 1,60-2,09) und Zervikalkarzinom verbunden (RR 1,70; 95% KI 1,00-2,90) .
  • Frauen, die keinerlei Verhütung verwendeten, zeigten ein signifikant geringeres Risiko für CIN3+ (RR 0,61; 95% KI 0,58-0,64) und Zervikalkarzinom (RR 0,63; 95% KI 0,53-0,75) gegenüber der Gesamtgruppe.

Einschränkungen

  • Beobachtungsdesign.