Pharmakogenetische Dosierung vielversprechend beim gastroösophagealen Adenokarzinom

  • Catenacci DVT & al.
  • JAMA Netw Open
  • 05.02.2020

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein perioperatives pharmakogenetisch dosiertes FOLFIRINOX-Regime führte in dieser Phase 2-Studie zu einem Downstaging bei 36% der Fälle mit gastroösophagealem Adenokarzinom.

Warum das wichtig ist

  • Die Dosierungsstrategie könnte besonders für Patienten mit bestehender peripherer Neuropathie oder hohem Risiko für periphere Neuropathie geeignet sein.

Studiendesign

  • Einarmige Phase 2-Studie (n=36).
  • Finanzierung: verschiedene nichtindustrielle Quellen.
  • Regime: gFOLFIRINOX (Fluorouracil, Leucovorin, Oxaliplatin und UGT1A1 Genotyp-gerichtetes Irinotecan).
    • Genotyp 6/6 erhielt 180 mg/m2 Irinotecan.
    • Genotyp 6/7 erhielt 135 gm/m2 Irinotecan.
    • Genotyp 7/7 erhielt 90 mg/m2 Irinotecan.

Wesentliche Ergebnisse

  • 28% der Patienten hatten ein Magenkorpus-Karzinom; 67% hatten intestinale Tumoren.
  • 17% waren ERBB2-positiv.
  • 53% hatten einen UGT1A1-Genotyp 6/6, 44% einen Genotyp 6/7 und 3% einen Genotyp 7/7.
  • 97% der Patienten unterzogen sich einer Operation.
    • 92% erreichten eine R0-Resektion.
    • Die Ergebnisse waren vergleichbar oder besser als solche unter anderen Standardregimen.
  • Die Raten für das Ausmaß der pathologischen Response (PRG) waren:
    • PRG 1: 36%.
    • PRG 2: 25%.
    • PRG 3: 39%.
  • PRG 1 wurde bei 46% der Tumoren vom Intestinaltyp beobachtet.
  • Das mittlere erkrankungsfreie Überleben betrug 30,1 Monate (95% KI 15,0 Monate bis nicht erreicht).
  • Das mittlere OS wurde nicht erreicht.
  • Es gab keinen signifikanten Unterschied beim Outcome nach der UGT1A1-Genotyp-Gruppe.
  • Diarrhoe ≥ Grad 3 ereignete sich bei 18% der Patienten.

Einschränkungen

  • Kleine Fallzahl, keine Kontrollgruppe.