PET-Scan ist prognostisch in der Frontline-Therapie des follikulären Lymphoms

  • Strati P & al.
  • Haematologica
  • 10.10.2019

  • von Craig Hicks
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Der maximale Standardaufnahmewert (SUVmax), gemessen durch Positronen-Emissionstomografie-(PET-)Scans vor der Behandlung, sagt die Response auf spezifische Frontline-Therapien beim fortgeschrittenen follikulären Lymphom (FL) voraus.

Warum das wichtig ist

  • PET-basierte Bildgebung hat das Staging und die histologische Klassifikation von Tumoren verbessert, aber der prognostische Wert ist unklar.

Studiendesign

  • Analyse der Gesundheitsdaten von Patienten mit fortgeschrittenem FL ohne histologischen Nachweis einer Transformation (n=346; 55% Männer; mittlerer SUVmax 11 [ Intervall 1,5-42 ]).
  • Primäres Outcome: Frontlinetherapie-Outcome mit SUVmax >18 (15%) vs. ≤18.
  • Die Strategien umfassten nicht-Anthracyclin-basierte Konzepte und Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison (R-CHOP).
  • Finanzierung:  MD Anderson Cancer Center.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mit SUVmax >18 waren die kompletten Responseraten geringer unter nicht-Anthracyclin-basierten Strategien (45% vs. 92%; p
  • Die Daten zeigten außerdem ein kürzeres PFS unter nicht-Anthracyclin-basierten Strategien (77 Monate vs. nicht erreicht; p=0,02), jedoch nicht unter R-CHOP (p=0,73).
  • Patienten mit SUVmax >18 hatten ein kürzeres 8-Jahres-OS unter nicht-Anthracyclin-basierten Strategien (50% vs. 85%; p=0,001) und unter R-CHOP (70% vs. 90%; p=0,02).

Einschränkungen

  • Die Studie war retrospektiv und erfasste nicht das gesamte metabolische Tumorvolumen.