Perinatale HCV-Infektion mit früherer Zirrhose verknüpft

  • Modin L & al.
  • J Hepatol
  • 26.11.2018

  • von Yael Waknine
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Perinatale HCV-Infektionen sind mit einer früheren Entwicklung von Zirrhose verknüpft, was unterstreicht, wie wichtig eine frühzeitige Behandlung ist. 

Warum das wichtig ist

  • Die Progression zum hepatozellulären Karzinom (HCC), zur Lebertransplantation (LT) oder zum Tod trat fast ausschließlich bei Patienten auf, die zu Behandlungsbeginn zirrhotisch waren.

Studiendesign

  • Retrospektive, britische Analyse von 1.049 HCV-infizierten Kindern.
  • Finanzierung: Medical Research Foundation.

Wesentliche Ergebnisse

  • Hauptinfektionswege: intravenöser (i. v.) Drogenkonsum (IVD: 53 %, medianes Alter: 16 Jahre), Blutprodukte (24 %, 11 Jahre), perinatale Infektion (11 %).
    • Mediane Verzögerung von 19–24 Jahren bis zur Diagnose bei nicht perinataler Übertragung.
  • 32 % erlitten Zirrhose (medianes Alter: 33 Jahre).
    • Niedrigeres medianes Alter bei perinataler Infektion als bei IVD oder mit Blutprodukten (36 vs. 48 vs. 46 Jahre; p 
  • 663 Patienten (63,2 %) erhielten Peginterferon/Ribavirin (55 %) oder direkt wirkende Antiviralia (40 %).
    • 75,0 % mit verfügbaren Daten (406/541) erreichten ein virologisch anhaltendes Ansprechen, das mit einer verringerten Mortalität verknüpft war (1 % vs. 5 %; p = 0,003).
  • Bei 87 von 502 Patienten mit Daten kam es zu einer Progression der Erkrankung; dies war mit Zirrhose häufiger (28 % vs. 13 %; p 
  • Zirrhose vor der Behandlung führt zu höheren HCC-Raten (14 % vs. 1 %; p 

Einschränkungen

  • 85 % der perinatal infizierten Patienten waren zum Zeitpunkt der Analyse jünger als 33 Jahre.