Pembrolizumab vielversprechend beim behandlungsresistenten Prostatakarzinom

  • Antonarakis ES & al.
  • J Clin Oncol
  • 27.11.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Pembrolizumab-Monotherapie war gut verträglich und zeigte Wirksamkeit bei einer Untergruppe von Patienten mit vorwiegend im Knochen metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC), die mit Docetaxel+gezielter endokriner Therapie vorbehandelt waren.

Warum das wichtig ist

  • Vielversprechende OS-Schätzungen zeigen an, dass Pembrolizumab bei diesen schwer zu behandelnden Patienten das Überleben verlängern könnte.

Studiendesign

  • Phase 2-Studie KEYNOTE-199 mit 199 Patienten mit mCRPC, die mit Docetaxel und ≥1 gezielter endokriner Therapie vorbehandelt waren und Pembrolizumab erhielten.
  • Primärer Endpunkt: objektive Responserate (ORR).
  • Finanzierung: MSD.

Wesentliche Ergebnisse

  • 133 Patienten hatten eine PD-L1-positive Erkrankung (Gruppe 1), 66 hatten eine PD-L1-negative Erkrankung (Gruppe 2), und 59 hatten eine vorwiegend den Knochen betreffende Erkrankung unabhängig von der PD-L1-Expression (Gruppe 3).
  • In Gruppe 1 und 2 zeigte sich:
    • ORR war 5% (95% KI 2%-11%) bzw. 3% (95% KI
    • Die mittlere Responsedauer wurde nicht erreicht (Intervall 1,9 bis ≥21,8 Monate) bzw. war 10,6 Monate (Intervall 4,4-16,8).
  • In Gruppe 1, 2 und 3 zeigte sich:
    • Die Erkrankungskontrollrate war jeweils 10%, 9% und 22%.
    • Das mittlere PFS betrug jeweils 2,1, 2,1 und 3,7 Monate.
    • Das mittlere OS betrug jeweils 9,5, 7,9 und 14,1 Monate.
    • 60% der Patienten zeigten behandlungsbedingte Nebenwirkungen (TEAEs); TEAEs Grad 3-5 ereigneten sich bei 15% der Patienten.
  • Die TEAE-bedingte Abbruchrate war 5%.

Einschränkungen

  • Keine Randomisierung.
  • Open-label Design.