PDAC: neoadjuvante Chemotherapie erhöht die Resektions- und Überlebensrate

  • Maggino L & al.
  • JAMA Surg
  • 24.07.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Im Real-World-Setting war der Abschluss der primären Chemotherapie bei Patienten mit grenzwertig resezierbarem (BR) oder lokal fortgeschrittenem (LA) duktalen Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) mit einer höheren Resektionsrate und einem besseren Gesamtüberleben verbunden.

Warum das wichtig ist

  • Real-World-Daten zur primären Chemotherapie bestätigen die Ergebnisse aus klinischen Studien.

Studiendesign

  • Prospektive italienische Beobachtungs- und Kohortenstudie mit 680 Patienten; 39,3% mit BR PDAC und 60,7% mit LA PDAC.
  • Finanzielle Förderung: Associazione Italiana per la Ricerca sul Cancro; Italian Ministry of Health; FP7 European Community Grant Cam-Pac.

Wesentliche Ergebnisse

  • 92,9% erhielten Chemotherapie, 23,9% chirurgische Therapie; 15,1% Resektion (BR 24,1%; LA 9,0%).
  • Ein modifiziertes/originales FOLFIRINOX-Schema (Fluorouracil, Leucovorin, Oxaliplatin und Irinotecan) wurde am häufigsten verwendet (45,6%), gefolgt von Gemcitabin plus Albumin-Nanopartikel gebundenes (nab)-Paclitaxel (21,6%).
  • 71,6% der Patienten schlossen die Behandlung ab.
  • Eine Resektion war häufiger bei abgeschlossener Chemotherapie (OR 14,323; p
  • Eine Resektion nach Behandlungsabschluss war häufiger bei BR PDAC (OR 7,216; p=0,001) und CA19-9 Response (OR 5,010; p=0,001).
  • Das durchschnittliche Gesamtüberleben war 12,8 Monate (95% KI 11,7-13,9).
  • Mit Resektion betrug das durchschnittliche Gesamtüberleben basierend auf dem Original-Status:
    • bei BR: 35,4 Monate (95% KI 27,0-43,7).
    • bei LA: 41,8 Monate (95% KI 27,5-56,1).
  • Faktoren für ein verlängertes Überleben waren Abschluss der Behandlung (HR 0,390; p komplementäre Radiotherapie  (HR 0,700; p=0,001) und Resektion (HR 0,178; p

Einschränkungen

  • Ausschluss von Patienten mit resezierbarer Erkrankung.