PDAC im Frühstadium: weniger unerwartete Hochstufungen mit neoadjuvanter Therapie

  • HPB (Oxford)

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine neoadjuvante Therapie (NAT) ist bei Patienten mit duktalem Pankreasadenokarzinom (PDAC) im Frühstadium mit weniger unerwarteten Hochstufungen, weniger Lymphknotenbefall und mit besserer Lebenserwartung assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Eine NAT hat sich bei Patienten mit früher, potenziell resezierbarer Krankheit als effektiv erwiesen, wird aber noch zu selten eingesetzt.

Studiendesign

  • Retrospektive Analyse von 13.871 Patienten mit PDAC im klinischen Stadium I–II aus der National Cancer Database.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • 15,3 % der Patienten unterzogen sich einer NAT; 84,7 % keiner.
  • Die Häufigkeit einer NAT in dieser Population zwischen 2006 und 2013 erhöhte sich von 11 % auf 21 %.
  • Patienten, die eine NAT erhielten, waren jünger (durchschnittlich 64 vs. 67 Jahre; p 
  • NAT vs. operativer Eingriff als Erstes:
    • R0-Resektion: 88,7 % vs. 83,2 % (p 
    • N0: 53,8 % vs. 30,9 % (p 
    • Pathologische Herabstufung: 40,1 % vs. 18,3 % (p 
    • Hochstufung von I auf IIa+: 46,7 % vs. 65,5 %.
    • Hochstufung von II auf III+: 14,0 % vs. 33,0 %.
  • Eine NAT war mit einem besseren Gesamtüberleben (OS; HR: 0,77; 95 %-KI: 0,73–0,82), mit einer signifikanten Wirksamkeitsgröße assoziiert (HR: 1,13; 95 %-KI: 1,07–1,20; Referenzgruppe = NAT).

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.