Patienten mit kutanem Melanom tragen ein erhöhtes Risiko für nicht-kutane sekundäre Primärtumoren

  • Beroukhim K & al.
  • J Am Acad Dermatol
  • 15.10.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein kutanes Melanom (CM) in der Anamnese ist laut einer Analyse der SEER(Surveillance, Epidemiology, and End Results)-Datenbank mit einem erhöhten Risiko für sekundäre primäre kutane Melanome sowie okuläre Melanome, orale Melanome und vaginale/exozervikale Melanome assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Patienten mit CM-Anamnese sollten über das Risiko eines zweiten primären Melanoms, einschließlich nicht-kutaner Formen, aufgeklärt werden.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine Anamnese mit CM war mit einem erhöhten Risiko für ein zweites primäres kutanes Melanom (standardisierte Inzidenzrate [SIR]: 8,17; 95 %-KI: 8,01–8,33), ein okuläres Melanom (SIR: 1,99; 95 %-KI: 1,54–2,53), ein orales Melanom (SIR  6,87; 95 %-KI: 2,23–16,04) und ein vaginales/exozervikales Melanom (SIR  10,17; 95 %-KI: 4,65–19,30) assoziiert.

Studiendesign

  • 169.841 aus der SEER-Datenbank stammende Patienten mit einem vorhergehenden kutanen Melanom wurden mit der allgemeinen Population auf das Risiko für sekundäre primäre Melanome verglichen.
  • Finanzierung: Keine.

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse einer großen Datenbank.
  • Potenzieller Bias bei der Überwachung.