Patienten mit fortgeschrittenem Krebs in der Notaufnahme: Risikofaktoren für Mortalität

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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit fortgeschrittenem Krebs, die in der Notaufnahme (NA) vorstellig werden und mindestens 2 Delirien haben, weisen schlechter Leistungsstatus und Dyspnoe auf eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Tod innerhalb des kommenden Monats hin.
  • Um vergebliche Interventionen zu vermeiden, kann es für diese Patienten von Vorteil sein, dass die Versorgungsziele mit ihnen besprochen werden.

Warum das wichtig ist

  • Bei Patienten mit Krebs, die eine Palliativversorgung erhalten, prognostiziert der Zustand der „dreifachen Bedrohung“, d. h. Delirium, schlechter Leistungsstatus und Dyspnoe, eine kurze Lebensdauer.
  • Die Identifizierung von Patienten am Ende ihres Lebens in der Notaufnahme sowie die frühzeitige Veranlassung einer Palliativversorgung könnten die Lebensqualität verbessern und Krankenhausaufenthalte verkürzen.

Studiendesign

  • Analyse einer prospektiven Querschnittsstudie mit Erwachsenen mit fortgeschrittenem Krebs, die in einer Notaufnahme vorstellig wurden (n = 243)
  • Ergebnis: 30-Tage-Mortalität
  • Finanzierung: NIH

Wesentliche Ergebnisse

  • Innerhalb von 30 Tagen traten 28 Todesfälle auf.
  • Sterbewahrscheinlichkeit mit:
    • Delirium (n = 44; 16 verstarben): 0,38
    • Schlechtem Leistungsstatus (n = 61; 17 verstarben): 0,28
    • Dyspnoe (n = 50; 7 verstarben): 0,15
  • Wahrscheinlichkeit für den Tod mit 2 oder 3 („Bedrohungs-“)Zuständen vs. 0 oder 1 („Bedrohungs-“)Zustand: 0,49 vs. 0,05

Einschränkungen

  • Kleine monozentrische Studie
  • Klinisch instabile Patienten wurden ausgeschlossen.