Patienten mit atopischer Dermatitis sollten auf Suizidalität gescreent werden


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Laut einer neuen Studie tragen Menschen mit atopischer Dermatitis (AD) ein signifikant erhöhtes Risiko für Suizidgedanken und Suizidversuche, was die Autoren dazu veranlasst, Ärzten zu empfehlen ihre AD-Patienten auf Suizidalität screenen. 

Forscher analysierten Daten von 15 Studien mit 4.770.767 Teilnehmern. 310.681 Menschen davon litten an AD, 4.460.086 waren Kontrollpatienten. 

Eine Metaanalyse von 11 dieser Studien ergab, dass Patienten mit AD eine um 44 % höhere Wahrscheinlichkeit für Suizidgedanken aufwiesen, als Personen ohne AD (gepoolte Odds-Ratio [OR]: 1,44; 95 %-KI: 1,25–1,65). Eine Metaanalyse von drei Studien ergab, dass Patienten mit AD eine um 36 % höhere Wahrscheinlichkeit für versuchten Suizid aufwiesen als Personen ohne AD (gepoolte OR: 1,36; 95 %-KI: 1,09–1,70). Eine Analyse der Studien, die Patienten mit leichter AD mit Patienten mit mittelschwerer bis schwerer AD verglichen, ergab, dass Patienten mit mittelschwerer bis schwerer AD eine höhere Prävalenz von Suizidgedanken aufwiesen. 

Die Autoren schrieben in JAMA Dermatology, dass die Überwachung auf Suizidalität bei Patienten mit AD „entscheidend für die Verbesserung der Patientenergebnisse“ sei. Ihnen zufolge sollten Dermatologen die Patienten auf Suizidalität hin screenen und diese bei Bedarf zur Nachbeobachtung an ihre Primär- oder psychiatrischen Versorger überweisen.