PAS 2019—Hohe Anzahl an Todesopfern durch Schusswaffen in den USA ist auf bestimmte Gruppierungen konzentriert


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Todesfälle durch Schusswaffen häufen sich in den USA in zwei Gruppen, wobei junge Männer im Alter von 20–40 Jahren besonders oft Mordopfer und ältere weiße Männer im Alter von 70–85 Jahren und mehr besonders oft Suizidopfer werden.
  • Gleichzeitig weisen Gesetze zur Vorbeugung des Zugriffs auf Schusswaffen durch Kinder (sog. Child Access Prevention bzw. CAP) das Potenzial auf, entsprechende Todesfälle unter Kindern im Alter von maximal 17 Jahren zu reduzieren.

Warum das wichtig ist

  • In den USA kommt es täglich zu mehr als 100 Todesfällen durch Schusswaffen, wobei 2016 insgesamt 3000 Kinder zu den Todesopfern zählten.
  • Die Gesamtzahl der Todesfälle durch Schusswaffen ist um 25 Prozent angestiegen und ist die häufigste Todesursache unter jungen Leuten (im Alter von 15–24 Jahren).
  • Der demografische Zusammenhang wurde nicht vollständig erforscht, aber die Daten könnten für gezielte Bemühungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit eingesetzt werden.
  • CAP-Gesetze wurden in einigen Staaten erlassen, um die Todesfälle unter Kindern zu reduzieren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Todesfälle durch Suizid mit einer Schusswaffe sind am weitesten verbreitet unter weißen Männern nicht hispanischer Herkunft im Alter von 70–85 Jahren und mehr.
  • Tötungsdelikte mit einer Schusswaffe sind am weitesten verbreitet unter jungen Männern im Alter von 20–40 Jahren (Schwarze, Männer hispanischer oder nicht hispanischer Herkunft).
  • Nicht städtische Gebiete weisen höhere Raten an Fällen von Suizid und Unfalltod auf, während in den Städten mehr Tötungsdelikte vorkommen.
  • Sogenannte Recklessness-Gesetze (ein Rechtsbegriff zwischen Fahrlässigkeit und Vorsatz, der in neun Staaten zur Anwendung kommt) haben in keiner Altersgruppe viel erreicht, um die Todesfälle durch Schusswaffen zu senken, und wurden sogar mit einem Anstieg der unbeabsichtigten Todesfälle unter Jugendlichen (Alter: 14–17 Jahre) in Verbindung gebracht.
  • CAP-Gesetze hingegen (d. h. die in 16 Staaten erlassenen Gesetze bezüglich Sorgfaltspflichtverletzung) werden mit einem Rückgang der unbeabsichtigten Todesfälle durch Schusswaffen unter Kindern im Alter von 10–13 Jahren um 69 Prozent verknüpft.
  • Sie werden ebenfalls mit einem Rückgang der Tötungsdelikte durch Schusswaffen unter Kindern um 36 Prozent in Verbindung gebracht.

Studiendesign

  • Todesfälle durch Schusswaffen über 26 Jahre aus der CDC-Datenbank wurden analysiert; 97.366 Todesfälle davon betrafen Kinder.
  • Der Zusammenhang zwischen CAP-Gesetzen und Todesfällen durch Schusswaffen unter Kindern wurde in einer zweiten Analyse untersucht. 

Einschränkungen

  • Studien ohne Peer-Review zur Präsentation an einer Konferenz.
  • Das Vorhandensein von Störfaktoren ist möglich.