PAS 2019—Bei der Empfehlung einer HPV-Impfung benötigen Klinikärzte Fingerspitzengefühl und Durchsetzungsvermögen


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Bei der Empfehlung einer HPV-Impfung für 11- bis 12-Jährige müssen Kinder- und Hausärzte mit Fingerspitzengefühl vorgehen, damit ihre Empfehlung nicht auf taube Ohren stößt.
  • Die Erwartung einer Verweigerungshaltung könnte zu einer unbewussten Anpassung der Dringlichkeit der Empfehlung führen.

Warum das wichtig ist

  • Mit

Wesentliche Ergebnisse

  • 83 Prozent gaben an, die Impfung für diese Altersgruppe dringend zu empfehlen.
  • Klinikärzte konzentrieren sich in der Regel auf die Prävention von Krebs und Genitalwarzen.
  • 65 Prozent der Kinderärzte und 42 Prozent der Hausärzte gaben eine „positive“ Erwartungshaltung an, d. h., dass sie davon ausgehen, dass das betroffene Kind geimpft wird.
  • 40 Prozent insgesamt greifen auf Reglemente zurück, 66 Prozent verfügen über ein System zur Identifikation ungeimpfter Kinder, und 42 Prozent haben ein System zur Kennzeichnung.
  • Verweigerungs-/Verzögerungshaltungen sind in dieser Altersgruppe häufig anzutreffen.
  • Verweigerungen/Verzögerungen zu mindestens 50 Prozent wurden mit Folgendem in Verbindung gebracht: 
    • Keine „dringliche Empfehlung“ der Impfung: Risikoverhältnis = 1,88 (95 %-KI: 1,40–2,52); und
    • Nicht immer oder fast immer Einsatz einer positiven Erwartungshaltung: 1,70 (1,22–2,37).
  • Wo Klinikärzte oft einer Verweigerungshaltung begegnen, können sie die Dringlichkeit oder die Formulierung ihrer Empfehlung in Erwartung von Widerstand anpassen.
  • Verweigerer verweisen auf Fehlinformationen aus sozialen Medien und Sicherheitsbedenken.

Studiendesign

  • Landesweite Umfrage unter Kinder- und Hausärzten von Juli 2018 bis August 2018.

Einschränkungen

  • Präsentation an einer Konferenz ohne Peer-Review.