Paracetamol könnte Schlaganfallrisiko bei Menschen mit Diabetes erhöhen


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Paracetamol könnte das Schlaganfallrisiko bei Menschen mit Diabetes signifikant erhöhen, so eine neue, im Journal of the American Geriatrics Society veröffentlichte Forschungsarbeit.

Vor dem Hintergrund des Hinweises jüngster Forschung, dass Paracetamol in therapeutischer Dosierung in einer Verbindung mit unerwünschten Ereignissen und Mortalität stehen könnte, untersuchten Forscher den Zusammenhang zwischen Paracetamol-Einnahme und Mortalität sowie schwerwiegenden kardiovaskulären Ereignissen bei 5.429 älteren Erwachsenen in 175 Pflegeheimen in Frankreich. Von diesen nahmen 2.239 Teilnehmer täglich durchschnittlich 2.352 ± 993 mg Paracetamol ein, während 3.190 kein Paracetamol einnahmen. 

Sie fanden heraus, dass es nach einer Beobachtungszeit von 18 Monaten keinen Anstieg der Sterbefälle und Myokardinfarkte bei Paracetamol-Anwendern gegenüber Nicht-Anwendern gab. Auch die Anzahl der Schlaganfälle in beiden Gruppen war vergleichbar. Die Autoren fanden aber heraus, dass die Paracetamol-Einnahme bei Patienten mit Diabetes mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden war (HR: 3,19; 95 %-KI: 1,25–8,18; p = 0,0157). 

Den Autoren zufolge stelle Paracetamol weiterhin für die meisten Patienten eine sichere Option im Rahmen der Erstlinienbehandlung von Schmerzen dar, sollte aber bei älteren Erwachsenen mit Diabetes mit etwas mehr Vorsicht gewählt werden. „Zumal unsere Bevölkerung älter und gebrechlicher wird, müssen sich Studien auf die Sicherheit solcher Medikamente konzentrieren, die gebrechliche, ältere Erwachsene häufig einnehmen, damit wir unsere Praxis verbessern können“, lautet das Fazit der Autoren.