Pankreaskrebs: US-amerikanische Arbeitsgruppe für Präventivmaßnahmen bekräftigt Antiscreening-Haltung

  • JAMA

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die US-amerikanische Arbeitsgruppe für Präventivmaßnahmen (US Preventive Services Task Force, USPSTF) empfiehlt bei asymptomatischen Erwachsenen keine bildgebenden Screening-Untersuchungen auf ein duktales Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskrebs) und bestätigt damit ihre Haltung aus dem Jahr 2004.

Warum das wichtig ist

  • Die Inzidenz von Pankreaskrebs steigt; er dürfte in den Vereinigten Staaten bald die zweithäufigste Ursache für krebsbedingte Mortalität sein.

Studiendesign

  • Ein Expertenausschuss überprüfte die wissenschaftliche Literatur in einer Begleitpublikation von JAMA.
  • Die Screening-Untersuchungen auf Pankreaskrebs beruhten auf bildgebenden Verfahren anhand von mind. einer von drei Methoden: CT, MRT oder endoskopische Ultrasonografie (EUS).
  • Finanzierung: US-amerikanische Agency for Healthcare Research and Quality.

Wichtigste Schlussfolgerungen

  • Die Vorteile waren „nicht größer als klein.“
    • Es wurde kein Nachweis erbracht, dass das Screening krankheitsspezifische Morbidität oder Mortalität oder Gesamtmortalität verbessert.
    • Die Prävalenz von Pankreaskrebs ist selbst bei Erwachsenen mit hohem Risiko gering; es gab 18 Fälle von Pankreaskrebs bei 1.317 Erwachsenen in 13 Screening-Studien.
    • Die aktuellen Screening-Methoden weisen eine ungewisse Genauigkeit auf.
    • Selbst bei einer Behandlung in einem frühen Stadium ist die Prognose bei Pankreaskrebs schlecht.
  • Die Gefahren von Screening und Behandlung sind „mindestens moderat.“
    • EUS war mit leichten Schmerzen und unerwünschten Nebenwirkungen der Anästhesie assoziiert.
    • Kein Hinweis auf psychosoziale Schäden.
    • Bei 32 operativen Eingriffen gab es 7 Fälle von chirurgischen Schäden, einschließlich Diabetes und Pankreasfisteln.

Einschränkungen

  • Mangelnder Nachweis des Nutzens von Screening-Untersuchungen.