Pankreaskrebs: kein Überlebensnutzen mit früher vs. späterer adjuvanter Chemotherapie

  • Petrelli F & al.
  • Cancers (Basel)
  • 17.04.2019

  • von Jim Kling
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Der Beginn einer adjuvanten Chemotherapie (ACT) innerhalb von 6–8 Wochen nach dem operativen Eingriff war bei kolorektalem und Magenkarzinom, nicht aber bei Pankreaskarzinom mit längeren Überlebenschancen assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Es fehlen prospektive, klinische Studien zur Untersuchung, ob sich Verzögerungen über 6–8 Wochen hinaus auf die Ergebnisse bei diesen Krebserkrankungen auswirken können.

Studiendesign

  • Systematische Datenauswertung und Metaanalyse von 3 Post-hoc-Analysen von randomisierten, kontrollierten Studien, darunter 1 prospektive und zahlreiche retrospektive Studien (34 Studien; n = 141.853).
  • Finanzierung: Für diese Studie gab es keine externe Finanzierung.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei kolorektalem Karzinom war das Risiko für Mortalität mit einer Verzögerung erhöht (kombinierte Hazardrate [HR] für spätere vs. frühere ACT: 1,27; p 2 = 70 %; p 
  • Eine Analyse, bei der nach und nach die 4 Studien mit dem höchsten Gewicht ausgeschlossen wurden, ergab statistisch signifikante HR von 1,25 bis 1,28.
  • Bei Magenkarzinom war das Risiko für Mortalität mit einer späteren ACT erhöht (kombinierte HR: 1,2; p = 0,01), mit hoher Heterogenität (I2 = 90 %; p 
  • Eine Analyse, bei der die Studie mit dem höchsten Gewicht ausgeschlossen wurde, ergab eine HR von 1,41 (p = 0,09).
  • Bei Pankreaskarzinom war das Risiko für Mortalität mit einer späteren ACT nicht signifikant erhöht (HR: 1; p = 0,37), mit niedriger Heterogenität (I2 = 20 %; p 

    Einschränkungen

    • Die meisten berücksichtigten Studien waren retrospektiver Natur.