Pankreaskrebs: bessere Beurteilung der Resezierbarkeit mit intraoperativem Ultraschall

  • van Veldhuisen E & al.
  • HPB (Oxford)
  • 19.04.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine intraoperativ durchgeführte Ultraschalluntersuchung (IOUS) im Rahmen einer explorativen Laparatomie veränderte den mit CT-Scans ermittelten Status der Resezierbarkeit bei nahezu einem Drittel der Patienten mit lokal fortgeschrittenem Pankreaskrebs (LAPC), die sich einer Induktionschemotherapie mit FOLFIRINOX unterzogen hatten.

Warum das wichtig ist

  • Die Beurteilung der Resezierbarkeit ist nach wie vor schwierig, da CT-Scans einen vaskulären Befall nicht zuverlässig deutlich machen.

Studiendesign

  • Prospektive, multizentrische Studie, IMAGE, mit 38 Patienten mit LAPC, die eine Induktionschemotherapie erhielten(27 Tumoren mit Krebs des Pankreaskopfs/Hakenfortsatzes; 9 des Pankreaskörpers und 2 des Pankreasschwanzes).  
  • Finanzierung: Dutch Cancer Society.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei 22 Patienten wurde mittels präoperativem CT-Staging ein LAPC diagnostiziert; 15 Fälle wurden als bedingt und 1 Fall als nicht resezierbar eingestuft.
  • Eine IOUS während der explorativen Laparotomie identifizierte Tumoren mit kleineren Durchmessern als eine CT (31,7 vs. 37,1 mm; p = 0,001) und generell mit weniger vaskulärem Befall.
  • Eine IOUS wies bei 19 Patienten ein LAPC nach; 13 davon waren bedingt und 6 resezierbar.
  • Durch die IOUS änderte sich bei 12 von 38 Patienten der Status der Resezierbarkeit.
  • Von 20 Patienten, die sich einer Resektion unterzogen, erreichten 8 eine R0-Resektion. Von diesen 8 galten 5 Patienten laut CT und 7 laut IOUS als resezierbar oder bedingt resezierbar.

Einschränkungen

  • Kleine Stichprobe.
  • Nicht verblindet.