Pädiatrisches AML: Risiko für zytogenetische Veränderungen steigt mit BMI

  • Løhmann DJA & al.
  • Cancer Med
  • 18.09.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Kindern mit de novo akuter myeloischer Leukämie (AML) stieg das Risiko für die zytogenetischen Veränderungen t(8; 21) oder inv(16) mit dem BMI an.

Warum das wichtig ist

  • Dies ist vermutlich die erste Studie, die über die Verbindung zwischen dem Score für die BMI-Standardabweichung und der Häufigkeit für zytogenetische Veränderungen bei Kindern mit AML berichtet.

Studiendesign

  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen BMI vor der Therapie und dem Outcome in einer Kohorte aus 10 unterschiedlichen Ländern mit 867 Kindern mit de novo AML.
  • Durchschnittliches Alter bei Diagnose war 10 Jahre (Intervall 2-17).
  • Finanzierung: Danish Childhood Cancer Foundation, Danish Cancer Society, Novo Nordisk Foundation, Canadian Institutes of Health Research, Canadian Cancer Society Research Institute.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit von Rezidiven, behandlungsbedingter Mortalität oder Gesamtmortalität gemäß BMI.
  • Zytogenetische Veränderungen unter Patienten mit vorhandenen genetischen Daten:
    • 19% hatten t(8;21).
    • 10% hatten inv(16).
    • 12% hatten KTM2A-Neuanordnung.
  • Das Risiko für t(8;21) oder inv(16) stieg mit ansteigendem BMI gegenüber Patienten mit normalem Gewicht:
    • t(8;21) bei übergewichtigen und adipösen Patienten: aOR=1,2 (95% KI 0,7-1,9) und 1,9 (95% KI 1,1-3,4).
    • inv(16) bei übergewichtigen und adipösen Patienten: aOR=1,6 (95% KI 0,8-3,0) und 2,8 (95% KI 1,3-5,8).

Einschränkungen

  • BMI-Gruppen wurden erhoben bei Diagnose; Gewichtsänderungen während der Therapie wurden nicht berücksichtigt.