Pädiatrische R/R AML: Venetoclax plus Chemo wird als Schritt nach vorn betrachtet

  • Karol SE & al.
  • Lancet Oncol
  • 11.03.2020

  • von Pavankumar Kamat
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Der Zusatz von Venetoclax zu einer Hochdosis-Chemotherapie ist für pädiatrische Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (R/R AML) ein „Schritt nach vorn“, meinen die Autoren dieser Studie.
  • Laut Autoren rechtfertigen die Ergebnisse, das Schema für Patienten mit neu diagnostizierter risikoreicher AML zu prüfen.

Warum das wichtig ist

  • Das Outcome für Kinder mit R/R AML ist nach wie vor schlecht.

Studiendesign

  • Die Dosiseskalations-Studie der Phase 1 schloss Patienten mit R/R AML ein (Alter 3-22 Jahre; n=38).
  • Das Behandlungsschema bestand aus Venetoclax plus hoch dosiertem Cytarabin mit oder ohne Idarubicin und verwendete ein „Rolling-6-Design“.
  • Primärer Endpunkt war die empfohlene Phase 2-Dosis von Venoclax plus Chemotherapie.
  • Finanzierung: US National Institutes of Health; American Lebanese Syrian Associated Charities; AbbVie; Gateway for Cancer Research.

Wesentliche Ergebnisse

  • Ein Gesamtansprechen wurde bei 69% der bewertbaren Patienten nach Zyklus 1 gesehen.
  • Bei den auswertbaren Patienten, die mit der festgelegten Phase 2-Dosierung behandelt wurden (Venetoclax 360 mg/m2 plus Cytarabin 1000 mg/m2 pro Dosis für 8 Dosen, mit oder ohne Idarubicin 12 mg/m2 als Einzeldosis), zeigte sich:
    • Bei 70% eine komplette Response mit oder ohne komplette hämatologische Erholung; und
    • Bei 10%  eine partielle Response.
  • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse Grad 3-4 waren:
    • Febrile Neutropenie (66%);
    • Infektionen des Blutkreislaufs (16%); und
    • Invasive Pilzinfektionen (16%).
  • Bei einem Patienten kam es zu einem behandlungsbedingten Todesfall durch Kolitis und Sepsis.

Einschränkungen

  • Heterogene Patientenpopulation.