Packungsbeilagen von Medikamenten „undurchschaubar“ und „unlesbar“


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten

Ein neuer Bericht hat erhebliche Schwierigkeiten aufgezeigt, auf die Patienten und manche Gesundheitsfachleute treffen, wenn sie Evidenz aus Forschung heranziehen möchten, um die Vor- und Nachteile von Medikamenten zu beurteilen.

Der Bericht der Academy of Medical Sciences wurde im Anschluss an eine öffentliche Debatte um die Vor- und Nachteile von Behandlungen wie mit Statinen, der Hormonsubstitutionstherapie und Tamiflu angeregt.

Der Bericht betont die Rolle von Gesundheitsfachleuten zur Vermittlung von Evidenz, Risiken und Ungewissheit im Bezug auf Medikamente sowie der Besprechung von diesen im Kontext des Verständnisses des Patienten in Bezug auf seine Erkrankung und Behandlung. Zu diesem Zweck, so der Bericht, sollte die Zeit von medizinischen Terminen besser genutzt werden, um Patienten zu helfen, informierte Entscheidungen darüber zu treffen, ob sie ein Medikament einnehmen oder nicht.

Er bringt auch Probleme in Bezug auf Packungsbeilagen vor, die, wie er besagt, von der Öffentlichkeit als „undurchschaubar“ und „unlesbar“ beschrieben wurden. Der Bericht fordert substanzielle Veränderungen der Informationen, die in solchen Dokumenten enthalten sind, auf europäischer und nationaler Ebene. Im Speziellen wird empfohlen, dass eine ausgewogene Bewertung des potenziellen Nutzens und der Gefahren eines Medikaments in diesen Dokumenten zur Verfügung gestellt wird, ähnlich der Initiative der Drug Facts Box in den USA.