Ovarialkrebs: Zugabe von Trebananib verzögert Progression in Phase-III-Studie nicht

  • Vergote I & al.
  • Lancet Oncol
  • 07.05.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkrebs, die sich einer Debulking-Operation unterzogen hatten, wurde die Zugabe von Trebananib zu Paclitaxel und Carboplatin als Erstlinientherapie, mit anschließendem Trebananib als Erhaltungstherapie gut vertragen, verbesserte aber das progressionsfreie Überleben (PFS) nicht.

Warum das wichtig ist

  • Trebananib hatte bei rezidiviertem Ovarialkrebs vielversprechende Ergebnisse gezeigt.

Studiendesign

  • TRINOVA-3, eine multizentrische, multinationale, doppelblinde Phase-III-Studie zu 1.015 beliebig ausgewählten Patientinnen mit epithelialen Ovarial-, primären peritonealen oder Eileiterkarzinomen im Stadium III–IV laut International Federation of Gynecology and Obstetrics.
  • Die Patientinnen wurden per Zufallsverfahren entweder einer Zugabe von Trebananib oder Placebo mit Paclitaxel + Carboplatin und anschließender Erhaltungstherapie mit Trebananib oder Placebo zugewiesen.
  • Finanzierung: Amgen.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Verlaufskontrolle: 27,4 Monate.
  • Das mediane PFS unterschied sich nicht signifikant zwischen Trebananib und Placebo in der:
    • Gesamtpopulation (15,9 vs. 15,0 Monate; HR: 0,93; p = 0,36) und
    • der Per-Prüfplan-Population (n = 591; HR: 0,95; p = 0,54).
  • Die Rate unerwünschter Ereignisse von Grad ≥ 3 betrug 76 % unter Trebananib und 71 % in der Placebogruppe; die häufigsten waren Neutropenie (35 % vs. 38 %), Anämie (11 % vs. 12 %) und Leukopenie (12 % vs. 10 %).
  • Die Rate schwerwiegender unerwünschter Ereignisse war in der Trebananib-Gruppe höher (40 % vs. 31 %).
  • 3 % der Patientinnen in der Trebananib- und

Einschränkungen

  • Schwierigkeiten bei der Aufnahme führten zu einer Kürzung der geplanten Stichprobengröße für die Studie.