Ovarialkrebs: Sorafenib verbessert in deutscher Phase-II-Studie TRIAS PFS und OS

  • Chekerov R & et al.
  • Lancet Oncol
  • 09.08.2018

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Sorafenib, erst in Kombination mit Topotecan (6 Zyklen) und dann als Erhaltungstherapie, verbesserte für Frauen mit platinresistentem/refraktärem, rezidivierten Ovarialkrebs das progressionsfreie Überleben (PFS), das Gesamtüberleben (OS) und die objektive Ansprechrate (ORR) signifikant.

Warum das wichtig ist

  • Hier handelt es sich um die erste Studie, die über eine Verbesserung im OS bei platinresistentem/refraktärem Ovarialkrebs berichtet.
  • Diese vielversprechenden Ergebnisse sprechen für antiangiogene Wirkstoffe bei Ovarialkrebs und rechtfertigen eine Phase-III-Studie.

Studiendesign

  • Doppelblinde Phase-II-Studie TRIAS (Randomisierte, doppelt verblindete, placebokontrollierte, multizentrische Phase-II-Studie zur Erfassung der Wirksamkeit und Sicherheit von Sorafenib, kombiniert mit der Standardtherapie mit Topotecan bei Patientinnen mit platinresistentem, rezidivierten Ovarialkarzinom) mit 172 platinresistenten/refraktären Patientinnen mit rezidiviertem Ovarialkrebs).
  • Die Patientinnen wurden per Zufallsverfahren für den Erhalt von Topotecan plus entweder orales Sorafenib (n = 83) oder Placebo (n = 89) für 6 Zyklen zugewiesen, gefolgt von Sorafenib oder Placebo als Erhaltungstherapie für ≤ 1 Jahr oder bis zum Krankheitsprogress. 
  • Finanzierung: Bayer; Amgen und GlaxoSmithKline.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung dauerte 10 Monate.
  • Das PFS war mit Sorafenib vs. Placebo signifikant besser (median: 6,7 vs. 4,4 Monate; HR: 0,60; p = 0,0018).
  • Sorafenib vs. Placebo wies signifikante Verbesserungen auf im:
    • OS (median: 17,1 vs. 10,1 Monate; HR: 0,65; p = 0,017).
    • ORR (35 % [von 68 Patientinnen] vs. 18 % [von 76 Patientinnen]; p = 0,024).
  • Die Raten schwerwiegender unerwünschter Ereignisse unterschieden sich nicht signifikant zwischen der Sorafenib- und der Placebogruppe (59 % vs. 51 %; p = 0,29).
    • Die häufigsten waren Abdominalschmerz (10 % vs. 6 %), Dyspnoe (7 % vs. 4 %), Neutropenie (7 % vs. 3 %), und Leukopenie (6 % vs. 8 %).

Einschränkungen

  • Sorafenib wurde über 12 Monate hinaus nicht fortgesetzt.