Ovarialkrebs: Erhaltungstherapie mit Niraparib ist für Patienten mit partiellem Ansprechen auf Chemotherapie von Nutzen

  • Del Campo JM & al.
  • J Clin Oncol
  • 07.06.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Der PFS-Nutzen einer Erhaltungstherapie mit Niraparib erstreckt sich ungeachtet des BRCA-Status auf Patientinnen mit platinsensitivem, rezidivierendem Ovarialkrebs, die auf ihre letzte platinbasierte Chemotherapie ein partielles Ansprechen hatten.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse unterstützen eine Erhaltungstherapie mit Niraparib ungeachtet des Ansprechens auf die letzte platinbasierte Therapie.

Studiendesign

  • Daten der multizentrischen, doppelblinden Phase-III-Studie ENGOT-OV16/NOVA mit 553 Patientinnen mit rezidivierendem Ovarialkrebs, die auf ihre letzte Platintherapie angesprochen haben.
  • Die Patientinnen wurden in einem Verhältnis von 2 : 1 randomisiert der Erhaltungstherapie mit Niraparib oder Placebo zugewiesen.
  • Finanzierung: TESARO (ein Unternehmen von GSK).

Wesentliche Ergebnisse

  • 203 wiesen eine BRCA-Keimbahnmutation (gBRCA-Mutation) auf.
  • 49 % der Patientinnen hatten ein partielles Ansprechen auf die letzte Platintherapie.
  • Patientinnen, die Niraparib erhielten, hatten ein signifikant längeres PFS im Vergleich zu Placebo, ungeachtet des besten Ansprechens auf die letzte platinbasierte Therapie.
    • Patientinnen mit gBRCA-Mutation und partiellem Ansprechen (HR: 0,24, p = 0,0001) oder vollständigem Ansprechen (HR: 0,30, p 
    • Patientinnen ohne gBRCA-Mutation und mit partiellem Ansprechen (HR: 0,35, p 
  • Die häufigsten UE ≥ 3. Grades, die mit Niraparib bei Patientinnen mit partiellem Ansprechen im Vergleich zu Patientinnen mit vollständigem Ansprechen auftraten, waren Thrombozytopenie (25,6 % vs. 31,0 %), Anämie (26,1 % vs. 23,5 %) und Neutropenie (10,0 % vs. 12,3 %).
  • Die von den Patientinnen berichteten Ergebnisse unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht signifikant.

Einschränkungen

  • Post-hoc-Analyse.