Ovarialkarzinom: Tie-2 ist ein Prognosefaktor

  • Sopo M & al.
  • PLoS One
  • 01.01.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Der angiogenetische Faktor Angiopoietin-2 und sein Rezeptor Tie-2 haben bei Patienten mit primärem epithelialem Ovarialkarzinom prognostische Bedeutung.
  • Die Expression von Angiopoietin-2 und Tie-2 ist höher bei distalen Omentum-Metastasen als bei primären hochgradigen serösen Tumoren.

Warum das wichtig ist

  • Die Studie betont die Bedeutung von Angiogenesefaktoren im Metastasierungsprozess des Ovarialkarzinoms.
  • Es besteht ein dringender Bedarf an prädiktiven Biomarkern, um den Einsatz antiangiogenetischer Therapien beim Ovarialkarzinom zu optimieren.

Studiendesign

  • Studie an 86 Patienten mit malignen epithelialen Ovarialtumoren.
  • Eine Subgruppe von 16 Patienten mit hochgradigem serösem Ovarialkarzinom wurde zum Zeitpunkt der Primärdiagnose auf Omentum-Metastasen untersucht.
  • Finanzierung: keine offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mittleres Follow-up: 65 Monate.
  • Das mittlere OS war 77 Monate (95% KI 59-95) und die 5-Jahres-OS-Rate betrug 57%.
  • Ein hohes epitheliales Expressionsniveau von Tie-2 war gegenüber niedrigen Werten mit einem signifikant kürzeren OS assoziiert:
    • 5-Jahres-OS-Rate: 29% vs. 54% (p=0,022).
  • Niedrige Angiopoietin-2-Expressionslevel bei primären Ovarialtumoren waren signifikant assoziiert mit:
    • Einem kürzeren OS (p=0,015).
    • Der Größe des Resttumors (p=0,012).
    • Rezidivierung (p=0,018).
  • Die Expression von Angiopoietin-2 und Tie-2 war höher bei distalen Omentum-Metastasen als bei primären hochgradigen serösen Tumoren (p=0,001 bzw. p=0,002).

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.