Osimertinib wirksam bei nichtkleinzelligem Lungenkarzinom mit seltenen Mutationen im epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor

  • Cho JH & al.
  • J Clin Oncol
  • 11.12.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Osimertinib ist bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und seltenen Mutationen im epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) wirksam und sicher. Die besten Werte für die objektive Ansprechrate (ORR) und das progressionsfreie Überleben (PFS) zeigte sich bei Patienten mit der L861Q-Mutation.

Warum das wichtig ist

  • Etwa 10 % der Patienten mit EGFR-mutiertem NSCLC weisen seltene Mutationen auf.

Studiendesign

  • Multizentrische, offene, einarmige Phase-II-Studie.
  • 36 Patienten mit NSCLC und seltenen EGFR-Mutationen erhielten Osimertinib.
  • Mittlere Verlaufskontrolle: 20,6 Monate.
  • Finanzierung: AstraZeneca, andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die ORR betrug 50 %, die mediane Ansprechdauer 11,2 Monate und die Krankheitskontrollrate 89 %.
  • Das mediane PFS betrug 8,2 Monate, das Gesamtüberleben (OS) 86 % nach 12 Monaten und 56 % nach 18 Monaten.
  • 81 % der Patienten starben oder erlitten eine Krankheitsprogression.
  • Die am häufigsten auftretenden seltenen EGFR-Mutationen waren G719X (53 %), L861Q (25 %) und S768I (22 %).
  • Unter diesen wies Osimertinib bei der L861Q-Mutation die höchste Wirksamkeit und das längste PFS auf.
    • L861Q: ORR: 78 %, PFS: 15,2 Monate;
    • G719X: ORR: 53 %, PFS: 8,2 Monate und
    • S768I: ORR: 38 %, PFS: 12,3 Monate.
  • Das mediane PFS war zur Baseline bei Patienten mit Metastasen im Zentralnervensystem kürzer (5,4 vs. 9,8 Monate).
  • 94 % erlitten ≥ 1 unerwünschtes Ereignis (UE), aber nur 6 % UE vom Grad ≥ 3.

Einschränkungen

  • Kleine Stichprobe.