OSA häufig bei Patienten, die sich einem Lungenkrebs-Screening unterziehen

  • Pérez-Warnisher MT & al.
  • Sleep Med
  • 03.11.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine obstruktive Schlafapnoe (OSA) wurde bei mehr als drei Viertel einer Hochrisikopopulation festgestellt, die in ein Lungenkrebs-Screeningprogramm aufgenommen worden war. 
  • Patienten mit signifikanter nächtlicher Hypoxämie hatten mit zweimal so hoher Wahrscheinlichkeit beim Lungenkrebs-Screening einen Positivbefund.

Warum das wichtig ist

  • Es gab keine Studien zu atmungsbedingten Schlafstörungen bei Patienten, die sich einem Lungenkrebs-Screening unterzogen, obgleich Tierstudien einen Zusammenhang zwischen nächtlicher Hypoxämie und Lungenkrebs aufgezeigt hatten.

Studiendesign

  • 236 Patienten in der prospektiven Studie SAILS (Prävalenz von Schlafapnoe in der Lungenkrebs-Screeningkohorte laut NLST-Kriterien) unterzogen sich einem Lungenkrebs-Screening mittels niedrigdosierter CT und einem zu Hause gemessenen Apnoetest.
  • Eine nächtliche Hypoxämie wurde definiert als prozentualer Anteil der Schlafzeit mit einer Oxyhämoglobin-Sättigung von
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Lungenkrebsprävalenz zur Baseline betrug 1,3 %.
  • 62,1 % litten an COPD und 74,2 % an einem Emphysem.
  • 77,5 % litten an OSA (36,4 % leicht, 23,3 % mittelschwer, 17,8 % schwer).
  • Der mittlere T90 betrug 4,60 und der mittlere Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) lag bei 16,60.
  • Laut einer multivariaten Analyse war Schnarchen mit dem nach OSA stratifizierten AHI assoziiert (aOR: 5,78; p = 0,001).
  • Patienten mit signifikanter nächtlicher Hypoxämie (T90 > 12 %) hatten nach Bereinigung um mögliche Störfaktoren mit höherer Wahrscheinlichkeit ein positives Lungenkrebs-Screening (aOR: 2,6; p = 0,027).

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie ohne Kontrollgruppe.