Oropharynxkarzinom: HPV-Status sagt Überleben nach unvollständiger Radiotherapie vorher

  • Alfaraj F & al.
  • Oral Oncol
  • 11.09.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Überlebensergebnisse von Patienten mit Oropharynxkarzinom, die eine geplante kurative Strahlentherapie (radiation therapy; RT) nicht vollständig durchlaufen haben, sind verknüpft mit dem humanen Papillomvirus (HPV)-Status und der Strahlendosis. 

Warum das wichtig ist

  • Die RT ist die Standardbehandlung für diese Patienten, aber bisher untersuchten nur wenige Studien den Outcome von Patienten, die die Behandlung nicht zu Ende bringen.

Wesentliche Ergebnisse

  • 3-Jahres OS war 74% bei Patienten mit HPV-positivem Status und 13% bei Patienten mit HPV-negativem Status (HR 12,5; P
  • Bei Patienten mit HPV-positivem Status war die biologisch wirksame RT-Dosis von 10 Gy (BED10) ≥55 verbunden mit einem verbesserten OS gegenüber BED10
  • Bei Patienten mit HPV-negativem Status war die RT-Dosis nicht signifikant assoziiert mit dem OS (12% für BED10 ≥55 vs. 13% für BED10 0,05).
  • Zu den Gründen, die RT nicht vollständig zu durchlaufen, gehörten RT-bezogene unerwünschte Ereignisse (35%), die Entscheidung des Patienten, d.h., Non-Compliance oder Behandlungsverweigerung (33%), Krankheitsprogression oder Fernmetastasen (5%), und zwischenzeitliche Erkrankungen mit dringendem Behandlungsbedarf (11%). 

Studiendesign

  • 64 Patienten mit Oropharynxkarzinom (45% HPV-positiv, 37% HPV-negativ, 17% HPV-Status unbekannt), die die kurative RT nicht zu Ende brachten und auf Outcome und den damit verbundenen Faktoren analysiert wurden. 
  • Finanzielle Förderung: Princess Margaret Cancer Foundation, Bartley-Smith/Wharton Foundation at the Princess Margaret Hospital.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.
  • Angewandte Dosis und Fraktionierung nicht einheitlich.
  • Geringe Patientenfallzahl.