Oropharyngealkarzinom: Lymphopenie mit Rezidivrisiko verknüpft

  • Lin AJ & al.
  • JAMA Otolaryngol Head Neck Surg
  • 28.03.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine hochgradige Lymphopenie nach Beginn einer Radiotherapie (RT) kann Patienten identifizieren, die ein Risiko für ein Rezidiv des HPV-negativen Oropharyngealkarzinoms (OPC) tragen.

Warum das wichtig ist

  • Die 3-Monatsdaten können bei der Auswahl von Patienten für eine Intensivierung der adjuvanten Behandlung und engmaschigeren Überwachung helfen.

Wesentliche Ergebnisse

  • 29,2 % der Patienten litten 3 Monate nach Beginn der RT an einer Lymphopenie von Grad 3/4.
    • Ein Tumorstadium T3/T4 war mit der Entstehung einer Lymphopenie von Grad 4 assoziiert (OR: 5,3; 95 %-KI: 1,4–20,0 vs. T1/T2-Tumoren).
  • Patienten mit einer Lymphopenie von Grad 3/4 nach 3 Monaten nach RT-Beginn hatten niedrigere Raten des 3-jährigen rezidivfreien Überlebens (RFS; 43 % vs. 66 %) and Gesamtüberlebens (OS; 54 % vs. 67 %).
    • Eine Lymphopenie von Grad 3/4 war laut multivariater Analyse mit einem kürzeren OS (HR: 2,6; 95 %-KI: 1,3–5,5) assoziiert.
  • Ein erhöhtes Verhältnis Neutrophile zu Lymphozyten war in einer Kaplan-Meier-Analyse mit einem kürzeren RFS (HR: 3,3; 95 %-KI: 1,4–8,1 nach 12 Monaten) und OS (HR: 4,0; 95 %-KI: 1,6–10,0 nach 12 Monaten) assoziiert, aber in der multivariaten Analyse nicht berücksichtigt.
  • Eine postoperative RT war der multivariaten Analyse zufolge mit einem verbesserten OS (HR: 0,3; 95 %-KI: 0,1–0,6 vs. definitive RT) assoziiert.

Studiendesign

  • 108 Patienten mit HPV-negativem OPC, 57 erhielten eine RT nach der OP und 51 eine definitive RT.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Retrospektives, monozentrisches Design.