Orientierungswert: Kassen und Ärzte liegen weit auseinander

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Berlin (pag) – Die Verhandlungen zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband (GKV-SV) zur Erhöhung des Orientierungswertes sind offenbar gescheitert.

 

Ärzte und Kassen können sich am 14. August im Bewertungsausschuss (BA) nicht einigen, wie aus Teilnehmerkreisen zu erfahren ist. Demnach bieten die Krankenkassen eine Erhöhung von 0,2 Prozent an, während die KBV 2,7 Prozent fordert. Derzeit liegt der Orientierungswert bei 10,8226 Cent.

Beide Seiten wollen dem Vernehmen nach nun den Erweiterten Bewertungsausschuss einschalten. Die nächste reguläre BA-Sitzung ist für den 17. September anberaumt. Eine Einigung ist nicht zu erwarten.

Von einem Scheitern wollen KBV und GKV-Spitzenverband – anders als andere Teilnehmer – nach der Sitzung allerdings nicht sprechen. Die Verhandlungen würden wie geplant fortgesetzt, heißt es von beiden Seiten. KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen räumt allerdings ein: „Im Moment sieht es so aus, als ob das Thema tatsächlich im Erweiterten Bewertungsausschuss landet.“