Opioid-Erhaltungstherapie während der Schwangerschaft: Ist sie sicher?


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Eine Opioid-Erhaltungstherapie (OMT) während der Schwangerschaft ist nicht mit unerwünschten Endpunkten beim Neugeborenen assoziiert, besagt neue Evidenz.

In der in der Zeitschrift Pharmacology Research & Perspectives veröffentlichten Studie wurden nationale Registerdaten aus der Tschechischen Republik (2000–2014) und Norwegen (2004–2013) zum Vergleich von Endpunkten (Wachstumsparameter, Gestationsalter, fötaler Tod, klein für das Gestationsalter, APGAR-Score und neonatales Abstinenzsyndrom) zwischen Neugeborenen mit pränataler OMT-Exposition (n = 568) und (a) Neugeborenen, deren Mütter mit Opioidgebrauchsstörung (OUD) hospitalisiert wurden, aber während der Schwangerschaft keine OMT erhalten hatten, aus der tschechischen Stichprobe (n = 106) und (b) Neugeborenen mit neonatalem Abstinenzsyndrom in Norwegen (n = 294) verglichen.

In beiden Kohorten wurden bei Neugeborenen von Frauen, die eine OMT erhalten hatten, ähnliche Wachstumsparameter verzeichnet wie bei Neugeborenen von Frauen mit OUD, die in der Schwangerschaft keine OMT erhalten hatten.

Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung hatten alle Neugeborenen von Frauen, die vor, während oder nach der Schwangerschaft Anzeichen von Opioidmissbrauch zeigten, schlechtere neonatale Endpunkte, unabhängig davon, ob die Frau während der Schwangerschaft eine OMT erhalten hatte oder nicht.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die schlechteren Endpunkte für Neugeborene von Frauen mit Opioidgebrauchsstörung unter OMT nicht durch die OMT-Medikamente selbst, sondern durch andere Faktoren im Zusammenhang mit dem Opioidkonsum, wie z. B. Komorbidität, sozioökonomische Faktoren und Lebensstilfaktoren, begründet sind.