Operation vs. Radiotherapie beim hochgradigen Prostatakarzinom mit niedrigem PSA

  • Guo Y & al.
  • Front Oncol
  • 01.01.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit hochgradigem Prostatakarzinom und niedrigen PSA-Spiegeln verbessert die radikale Prostatektomie (RP) das Gesamtüberleben (OS) gegenüber externer Strahlentherapie (EBRT) ± Brachytherapie (BT).
  • Die krebsspezifische Mortalität (CSM) unter RP war ähnlich wie unter EBRT+BT, jedoch signifikant geringer als unter EBRT.

Warum das wichtig ist

  • Für diese Patienten existiert keine Standardtherapie.
  • EBRT+BT kann eine alternative Option für Patienten > 70 Jahre oder mit PSA ≤2,5 ng/ml sein.

Studiendesign

  • 9114 Patienten mit Prostatakarzinom, PSA ≤10 ng/ml und Gleason Score 8-10 erhielten RP (n=4175), EBRT (n=4114) oder EBRT+BT (n=825).
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die durchschnittliche Beobachtungsdauer betrug 47 Monate.
  • Verglichen mit RP war:
    • Das OS schlechter unter EBRT (aHR 3,36; p
    • Das CSM-Risiko höher unter EBRT (aHR 2,46; p=0,001).
    • Das Risiko für CSM unter EBRT+BT nicht signifikant unterschiedlich (aHR 1,31; p=0,485).
  • OS und CSM waren vergleichbar unter RP und EBRT+BT hinsichtlich:
    • Patienten > 70 Jahren: aHR 1,84 (p=0,071) bzw. 1,63 (p=0,266) 
    • Patienten mit PSA-Spiegeln ≤2,5 ng/ml: aHR 0,58 (p=0,556) bzw. 1,27 (p=0,774).
  • EBRT war bei Patienten > 70 Jahren (aHR, 3.07; P<.001 und mit einem psa ng p="0,008)" im vergleich zu rp schlechteren os assoziiert.>

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.