Oligometastatisches Zervixkarzinom: definitive RT liefert Überlebensnutzen

  • Gynecol Oncol

  • aus Antara Ghosh
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patientinnen mit oligometastatischem Zervixkarzinom (CC) liefert eine definitive Strahlentherapie (DRT) in begrenzten Arealen günstige Ergebnisse mit potenziell langfristigen Überlebensnutzen.
  • Etwa die Hälfte der Patientinnen erlitt 2 Jahre nach der RT eine Krankheitsprogression mit minimaler Toxizität.

Warum das wichtig ist

  • Bei Patientinnen mit regionärem CC, das zu einer metastatischen Krankheit progrediert ist, bietet eine systemische Chemotherapie ein medianes Überleben von < 1 bis 2 Jahren.
  • Eine Chemotherapie ist zwar die Standardbehandlung, aber eine DRT könnte effektiver und sicherer bei dieser Patientinnenpopulation sein.

Studiendesign

  • Studie mit 38 Patientinnen mit oligometastatischem CC, mit Befall in ≤ 2 Regionen außerhalb des Becken-/paraaortalen Areals, die eine externe DRT und Brachytherapie mit begleitender Chemotherapie oder operativen Resektion erhielten.
  • Eine Oligometastase umfasste synchrone (n = 9) oder metachrone (n = 15) Erkrankungen an supraklavikulären Knoten oder Rezidive im Mediastinum (n = 10), Lunge (n = 7) oder Befall in supraklavikulären plus mediastanalen Arealen (n = 3).
  • Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 35,2 Monate (Bereich: 3,1–94,7 Monate).
  • Finanzierung: National Institute of Cancer.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mediane Gesamtüberleben (OS) betrug 50,7 Monate (95 %-KI: 36,8–64,6 Monate). Die 2- und 3-jährigen OS-Raten betrugen 73,5 % bzw. 63,7 %.
  • 18 bzw. 6 Patientinnen hatten >3 bzw. >5 Jahre überlebt.
  • Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 21,7 Monate (95 %-KI: 5,6–37,8 Monate).
  • 55 % der Patientinnen progredierten. Die mediane Zeit bis zur Krankheitsprogression betrug 24,8 Monate (95 %-KI: 5,0–44,6 Monate).
  • Die behandlungsbezogene Toxizität von Grad ≥ 3 betrug < 3 %.

Einschränkungen

  • Hochselektive und kleine Studienpopulation.