Oligometastatisches nichtkleinzelliges Lungenkarzinom: Pembrolizumab reduziert Progression nach lokaler Therapie

  • Bauml JM & al.
  • JAMA Oncol
  • 11.07.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit oligometastatischem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), die Pembrolizumab nach ablativer Lokaltherapie (LAT) erhielten, wiesen ein beinahe 3-mal so langes progressionsfreies Überleben (PFS) auf wie das in früheren Studien zu LAT allein angegebene.

Warum das wichtig ist

  • Hier handelt es sich um die erste Studie zu Ergebnissen mit einer Immuntherapie nach einer LAT bei oligometastatischem NSCLC.
  • Eine randomisierte, multizentrische Studie zur LAT mit/ohne Pembrolizumab ist geplant. 

Studiendesign

  • Phase-II-Studie.
  • 45 Patienten mit oligometastatischem NSCLC bei Diagnose erhielten 4–12 Wochen nach einer LAT (operativer Eingriff, Radiochemotherapie, stereotaktische Strahlentherapie und/oder interventionelle Ablation) Pembrolizumab.
  • Mediane Nachbeobachtung von 25,0 Monaten.
  • Finanzierung: Merck & Co., Inc., Kenilworth, NJ, USA; the Abramson Cancer Center.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mediane PFS vom Beginn der LAT (PFS-L) war signifikant länger als in früheren Studien berichtet (19,1 vs. 6,6 Monate; p = 0,005).
  • Das mediane PFS vom Beginn der Pembrolizumab-Therapie (PFS-P) betrug 18,7 Monate.
  • Das Gesamtüberleben (OS) lag bei 90,9 % nach 1 Jahr und bei 77,5 % nach 2 Jahren.
  • 23 Patienten erlitten eine Krankheitsprogression.
  • Nur 1 Patient berichtete über ein unerwünschtes Ereignis Grad 4 (Pneumonitis).
  • Kein Zusammenhang zwischen PFS-L und PD-L1 oder CD8-Status.
  • Es wurde keine Verschlechterung der Lebensqualität (QoL) berichtet.

Einschränkungen

  • Einarmige Studie in einem einzigen Zentrum.