Ösophaguskarzinom: kein Nutzen von zervikaler Lymphknotendissektion

  • Koterazawa Y & al.
  • Ann Surg Oncol
  • 11.06.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine retrospektive Analyse einer japanischen Kohorte ergab, dass eine zervikale Lymphknotendissektion während einer thorakoskopischen Ösophagektomie bei Patienten mit Ösophaguskarzinom mit mehr postoperativen Komplikationen einherging und keinen Überlebensvorteil brachte.

Warum das wichtig ist

  • Eine zervikale Lymphknotendissektion wird während dieser Verfahren häufig durchgeführt, doch der Nutzen bleibt umstritten.

Studiendesign

  • Eine Propensity-Score-Matching-Analyse von 162 Patienten, die sich einer Lymphknotendissektion von 2 (mediastinale und abdominale Stationen) und 3 Feldern (zervikale, mediastinale und abdominale Stationen) unterzogen hatten.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Es gab keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich der Raten zu Anastomoseleckage oder pulmonaler Komplikationen.
  • Die 3-Felder-Gruppe wies eine höhere Rate der Lähmung des Nervus laryngeus recurrens auf (26 % vs. 14 %; p = 0,046).
  • Das Gesamtüberleben (OS) war in den Gruppen mit 2 und 3 Feldern ähnlich (mediane Nachbeobachtung: 43 bzw. 37 Monate); p = 0,62):
    • 3-Jahres-OS: 70 % vs. 67 %.
    • 5-Jahres-OS: 65 % vs. 60 %.
  • Ein supraklavikuläres Lymphknotenrezidiv trat bei 4 % der 3-Felder- und 7 % der 2-Felder-Gruppe auf.

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.
  • Japanische Population.