Ösophaguskarzinom im Stadium cT2N0: EMR sicher und potenziell nützlich

  • Nelson DB & al.
  • Dis Esophagus
  • 19.03.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine endoskopische Schleimhautresektion (EMR) erwies sich bei Patienten mit Ösophaguskarzinom im Stadium cT2N0 laut endoskopischem Ultraschall als sicher und eliminierte bei manchen Patienten alle Anzeichen einer Krankheit, ohne zusätzliche Komplikationen.

Warum das wichtig ist

  • Patienten mit Ösophaguskarzinom im Stadium cT2N0, die mittels endoskopischem Ultraschall diagnostiziert wurden, unterziehen sich häufig einem operativen Eingriff, bei dem sich dann herausstellt, dass es sich nur um eine oberflächliche Erkrankung handelt. Eine EMR könnte einigen Patienten eine durch die Operation bedingte Morbidität und Mortalität ersparen.

Studiendesign

  • Monozentrische, retrospektive Analyse von 75 Patienten mit cT2N0, bei denen prognostisch ein geringes Risiko für Lymphknotenmetastasen bestand. 30 unterzogen sich einem EMR-Versuch, 45 einer trimodalen Therapie oder nur einer Ösophagektomie.
  • Finanzierung: Mason Family, anonyme Spender und öffentliche Unterstützung.

Wesentliche Ergebnisse

  • Patienten, die sich einer EMR unterzogen, waren älter (71 vs. 63 Jahre; p 
  • Es lagen keine Perforationen oder unmittelbaren Komplikationen in der EMR-Gruppe vor.
  • 17/30 Patienten hatten nach einer EMR eine vollständige Clearance der Krankheit. Bei 4 dieser 17 Patienten lag eine lymphovaskuläre Invasion vor. Es traten keine Rezidive oder krebsbedingten Todesfälle in dieser Gruppe auf.
  • Es wurden keine Variablen für eine Prognose darüber gefunden, ob eine EMR alle bekannten befallenen Herde eliminieren würde oder nicht.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.
  • Nur eine einzelne Einrichtung.
  • Kleine Stichprobe.