Obstruktive Schlafapnoe ist mit komorbider Schlaflosigkeit verbunden

  • Subramanian S & al.
  • Sleep Breath

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Obwohl obstruktive Schlafapnoe (OSA) und Schlaflosigkeit als sich gegenseitig ausschließend gelten, haben 2 von 3 Patienten mit OSA mindestens 2 Schlaflosigkeitssymptome.

Warum das wichtig ist

  • Eine hohe Prävalenz komorbider Schlaflosigkeit deutet bei Patienten mit OSA auf einen größeren Bedarf für deren Abklärung und Behandlung hin.

Studiendesign

  • Retrospektive Überprüfung der Krankenakten, 296 Patienten mit polysomnographiebestätigter OSA, Baylor College of Medicine Sleep Center.
  • Die Patienten füllten Fragebögen zur Beurteilung mittels Epworth Sleepiness Scale (ESS) aus, auf der Symptome von Schlaflosigkeit (Einschlafstörungen, Durchschlafstörung oder frühmorgendliches Erwachen) und andere schlafbedingte Erkrankungen bewertet werden.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 63 % wiesen mindestens 2 der 3 Symptome einer komorbiden Schlaflosigkeit auf.
    • Patienten mit komorbider Schlaflosigkeit gaben mit höherer Wahrscheinlichkeit auffällige mediane ESS-Scores (p = 0,052), gastroösophagealen Reflux (40 % vs. 27 % der Patienten ohne komorbide Schlaflosigkeit; p = 0,023) und Restless-Leg-Syndrom (41 % vs. 16 %; p < 0,001) an.
  • 80 % wiesen mindestens 1 der 3 Symptome einer komorbiden Schlaflosigkeit auf:
    • 57 % gaben Einschlafstörungen an.
    • 68 % gaben Durchschlafstörungen an.
    • 48 % gaben frühmorgendliches Erwachen an.
  • Mindestens 40 % der OSA-Patienten mit komorbider Schlaflosigkeit wiesen alle 5 Symptome einer psychophysiologischen Schlaflosigkeit auf.

Einschränkungen

  • Retrospektives, beobachtendes Studiendesign
  • Monozentrische Studie
  • Auswertung von Krankenakten