NSCLC: Zugabe von Bevacizumab könnte vor akuter ILD-Exazerbation schützen

  • Hamada S & al.
  • BMC Pulm Med
  • 02.04.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zugabe von Bevacizumab zur Chemotherapie könnte das Risiko einer Chemotherapie–bedingten, akuten Exazerbation einer interstitiellen Lungenerkrankung (AE-ILD) bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit einer Vorgeschichte von ILD schützen.

Warum das wichtig ist

  • Bis zu 43 % der Patienten mit Lungenkrebs entwickeln eine Chemotherapie-bedingte AE-ILD, die in 27,9 % der Fälle der daran erkrankten Patienten zum Tod führte.

Studiendesign

  • 48 Patienten mit nichtsquamösem NSCLC und vorbestehender ILD wurden mit einer Erstlinien-Chemotherapie entweder mit Bevacizumab (n = 17) oder ohne (n = 31) behandelt.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die am häufigsten eingesetzte Chemotherapie war Carboplatin-Pemetrexed (Gruppe mit Bevacizumab: 88,2 %, Gruppe ohne Bevacizumab: 80,6 %).
  • Die Inzidenz von AE-ILD 120 Tage nach der Therapie war mit Bevacizumab niedriger (0 % vs. 22,6 %; p = 0,037).
  • Unter den mit Pemetrexed behandelten Patienten war die AE-ILD-Inzidenz bei Erhalt von Bevacizumab niedriger (0 % vs. 24,0 %; p = 0,044).
  • Das Patientenalter (p = 0,019) und der Erhalt von Bevacizumab (p = 0,041) waren signifikant mit der AE-ILD-Inzidenz assoziiert.
  • Unter den Patienten, die eine zusätzliche Chemotherapie erhalten hatten (88,2 % in der Gruppe mit und 77,4 % in der Gruppe ohne Bevacizumab), betrug die AI-ILD-Inzidenz 13,3 % mit Bevacizumab vs. 20,8 % ohne.
  • Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) war signifikant länger mit Bevacizumab (8,0 vs. 4,3 Monate; p = 0,026), aber das mediane Gesamtüberleben (OS) unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.