NSCLC: Tumorbiologie gibt Aufschluss über postoperatives Rezidiv

  • Schuchert MJ & al.
  • Lung Cancer
  • 01.02.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Tumorbiologie, unter anderem Tumorgröße, Entzündung, Tumorgrad und die angiolymphatische Invasion, ist ein unabhängiger Prädiktor für ein Rezidiv nach einer Lungenresektion.
  • Die Rezidivraten waren zwischen Segmentektomie- oder Lobektomie-Patienten nicht verschieden.

Warum das wichtig ist

  • Bis zu 30 % der Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Frühstadium entwickeln nach einer R0-Resektion ein Rezidiv.

Studiendesign

  • 1.132 Patienten mit NSCLC im Stadium I unterzogen sich einer Segmentektomie (n = 384) oder Lobektomie (n = 748).
  • Mediane Nachbeobachtung: 36,8 Monate.
  • Finanzierung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine Segmentektomie war im Vergleich zu einer Lobektomie mit weniger Komplikationen insgesamt (32,9 % vs. 44,4 %; p = 0,001) und mit niedrigeren Mortalitätsraten nach 30 Tagen (1,0 % vs. 1,9 %; p = 0,45) und 90 Tagen (3,0 % vs. 4,1 %; p = 0,50) assoziiert.
  • Im Allgemeinen lag die versicherungsmathematische Rezidivfreiheit nach 5 Jahren bei 69,9 % und das Gesamtüberleben (OS) bei 56,3 %, wobei Rezidive häufiger bei Tumoren im linken Lungenlappen auftraten.
  • Kein signifikanter Unterschied bei Lokal- oder Fernrezidiven wurde zwischen Segmentektomie und Lobektomie festgestellt.
  • Nach einer Multivarianzanalyse waren unabhängige Prädiktoren für ein Rezidiv eine Tumorgröße von > 2 cm (adjustierte Hazard-Ratio [aHR]: 1,39; 95 %-KI: 1,03–1,87), eine angiolymphatische Invasion (aHR: 1,55; 95 %-KI: 1,18–2,03), eine leichte bis mittelschwere Tumorentzündung (aHR: 2,19; 95 %-KI: 1,16–4,17) und der Tumorgrad (aHR: 1,37; 95 %-KI: 1,03–1,82).
  • Das Ausmaß der Resektion war nicht mit einem Risiko für ein Rezidiv assoziiert.

Einschränkungen

  • Retrospektive, monozentrische Studie.