NSCLC: Sarkopenie prognostiziert laut Metaanalyse schlechtes OS nach Resektion

  • Deng HY & al.
  • Eur J Surg Oncol
  • 15.10.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Eine Sarkopenie ist ein unabhängiger Prädiktor für ein schlechtes 5-jähriges Gesamtüberleben (OS) nach der operativen Resektion von nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC).

Warum das wichtig ist

  • Studien zur Rolle der Sarkopenie bei der Prognosestellung für Patienten mit NSCLC kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 6 Kohortenstudien mit 1.213 Patienten mit NSCLC mit (n = 422) oder ohne (n = 791) Sarkopenie.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Patienten mit NSCLC mit Sarkopenie nach der operativen Resektion wiesen eine signifikant niedrigere 5-jährige Rate des Gesamtüberlebens (OS) auf als Patienten ohne Sarkopenie (61,1 % vs. 74,2 %; Random-Effekts-Modell: Risikoverhältnis [RR]: 1,63; 95 %-KI: 1,13–2,33).
  • Kein signifikanter Unterschied im 5-jährigen krankheitsfreien Überleben (DFS) (Random-Effekts-Modell: RR: 1,14; 95 %-KI: 0,59–2,17), aber die Analyse umfasste nur 3 Studien mit 557 Patienten.
  • Eine Sarkopenie war bei Patienten mit NSCLC nach einer operativen Resektion ein unabhängiger Prädiktor für ein schlechtes OS (Random-Effects-Modell: HR: 2,85; 95 %-KI: 1,67–4,86).
  • Bei Analyse nach Krankheitsstadium war Sarkopenie ein signifikanter Prädiktor für ein schlechtes OS bei Patienten mit NSCLC im Stadium I (HR: 4,68; 95 %-KI: 2,76–7,94) und bei Patienten mit allen Stadien von NSCLC (HR: 1,71; 95 %-KI: 1,21–2,41).

Einschränkungen

  • Die berücksichtigten Studien waren heterogen.