NSCLC: Östrogen-Supplementation bei Frauen mit besserem OS und CSS verknüpft

  • Lung Cancer

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine postmenopausale Monotherapie mit Östrogen (EM) ist bei älteren Frauen mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium III–IV mit einem besseren Gesamtüberleben (OS) und krebsspezifischen Überleben (CSS) assoziiert.
  • Eine kombinierte Therapie aus Östrogen und Progesteron war mit einem verbesserten OS, nicht aber CSS assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Höhere Östrogenspiegel könnten erklären, warum Frauen länger leben als Männer.

Studiendesign

  • 6.958 Frauen im Alter von  ≥ 65 Jahren mit NSCLC im Stadium III–IV aus der SEER(Surveillance, Epidemiology and End Results)-Datenbank, die innerhalb von 6 Monaten vor der Krebsdiagnose entweder eine EM (n = 283) oder keine (n = 6.675) erhielten.
  • 1.395 Patientinnen (279 unter EM) wurden mittels Propensity-Score-Matching im Verhältnis 1:4 aufeinander abgestimmt.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Nachbeobachtung der abgestimmten Kohorte betrug 46,5 Monate mit EM und 50,6 Monate ohne EM.
  • OS von 8,0 Monaten mit EM vs. 6,4 Monate ohne EM in der abgestimmten Kohorte (p = 0,0212).
  • Einer multivariablen Analyse zufolge war eine EM in der abgestimmten Kohorte signifikant mit einem besseren OS (adjustierte Hazardrate [aHR]: 0,84; 95 %-KI: 0,73–0,97) und CSS (HR 0,83; 95 %-KI: 0,71–0,97) assoziiert.
  • Laut einer multivariablen Analyse reduzierte eine systemische EM signifikant die Raten skelettbezogener Ereignisse (HR: 0,80; p = 0,03), wirkte sich aber nicht auf thromboembolische Ereignisse, Myokardinfarkte oder zerebrovaskuläre Ereignisse aus.
  • Eine kombinierte Therapie aus Östrogen und Progesteron verbesserte signifikant das OS (HR: 0,84; p = 0,04), nicht aber das CSS (HR: 0,91; p = 0,30).

Einschränkungen

  • Keine Daten zu einigen potenziellen Störfaktoren.