NSCLC: Nutzen von Pembrolizumab auch in Nachbeobachtung von KEYNOTE-024

  • Reck M & al.
  • J Clin Oncol
  • 08.01.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine Erstlinientherapie mit Pembrolizumab als Monotherapie sorgt laut einer aktualisierten Analyse bei nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) für ein besseres langfristiges Gesamtüberleben (OS) als eine platinbasierte Chemotherapie bei einem Tumoranteil-Score (TPS) des programmierten Zelltodliganden 1 (PD-L1) von ≥ 50 % und ohne Mutation des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) oder Translokation der anaplastischen Lymphomkinase (ALK).

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse schließen Daten zu Patienten aus der Studie, KEYNOTE-024 (Eine randomisierte, offene Phase-III-Studie zu MK-3475 versus einer platinbasierten Chemotherapie bei Patienten mit PD-L1-positivem, nichtkleinzelligen Lungenkarzinom mit massiver Metastasierung) ein, die von einer Chemotherapie zu Pembrolizumab wechselten, und die um eine potenzielle Verzerrung durch den Cross-over bereinigt worden waren.

Studiendesign

  • Internationale, randomisierte, offene Phase-III-Studie, KEYNOTE-024.
  • 305 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC mit einem PD-L1-TPS von ≥ 50 % und ohne EGFR/ALK-Anomalien erhielten in der Erstlinie eine Pembrolizumab-Monotherapie (n = 154) oder eine Chemotherapie (n = 151).
  • Mediane Nachbeobachtung: 25,2 Monate.
  • Finanzierung: MSD.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mediane Gesamtüberleben (OS) betrug 30,0 Monate in der Pembrolizumab-Gruppe vs. 14,2 Monate in der Chemotherapie-Gruppe (HR: 0,63; 95 %-KI: 0,47–0,86).
  • 82 Patienten in der Chemotherapie-Gruppe wechselten zu Pembrolizumab.
  • 17 Cross-over-Patienten wiesen laut Einschätzung des Prüfarztes eine objektive Ansprechrate (ORR) auf (20,7 %; 95 %-KI: 12,6 %–31,1 %), und 19 Patienten eine stabile Krankheit.
  • Nach Bereinigung um den Cross-over war das OS in der Chemotherapie-Gruppe signifikant schlechter als in der Pembrolizumab-Gruppe (2-stufige adjustierte Hazardrate [aHR]: 0,49; 95 %-KI: 0,34–0,69).
  • Schwerwiegende behandlungsbedingte, unerwünschten Ereignisse waren zwischen den Gruppen ähnlich.

Einschränkungen

  • Keine aufgeführt.