NSCLC: Nivolumab plus EGFR-TKI mit höherem IP-Risiko verknüpft

  • JAMA Oncol

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), die Nivolumab und Tyrosinkinaseinhibitoren (TKIs) des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) erhielten, entwickelten signifikant häufiger eine interstitielle Pneumonitis (IP).

Warum das wichtig ist

  • Auch wenn die Ergebnisse noch in einer prospektiven Studie bestätigt werden müssen, sollten Ärzte jetzt schon bei Patienten mit NSCLC, die sowohl Nivolumab als auch EGFR-TKIs erhalten, mit einem erhöhten IP-Risiko rechnen.

Studiendesign

  • Daten aus der FAERS(Adverse Event Reporting System)-Datenbank der FDA.
  • 5.777 Patenten mit NSCLC erhielten eine EGFR-TKI-Therapie und 5.178 Nivolumab. 70 erhielten beides.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 25,7 % (95 %-KI: 16,0 %–37,6 %) der Patienten, die sowohl Nivolumab als auch EGFR-TKI erhielten, entwickelten eine IP.
  • Die adjustierte Odds-Ratio (aOR) für IP bei Behandlung mit EGFR-TKIs betrug 1,21 (95 %-KI: 1,00–1,47) und mit Nivolumab 1,79 (95 %-KI: 1,50–2,13).
  • Die aOR für den Effekt einer Wechselwirkung lag bei 4,31 (95 %-KI: 2,37–7,86).
  • Eine Behandlung mit EGFR-TKIs plus Nivolumab war mit einem höheren Risiko für eine IP (aOR: 5,09; 95 %-KI: 2,87–9,03) assoziiert als nur mit EGFR-TKIs (aOR: 1,22; 95 %-KI: 1,00–1,47).

Einschränkungen

  • Die Daten weisen nur auf ein erhöhtes Risiko mit einem bestimmten Arzneimittel hin und müssen weiter validiert werden.