NSCLC: Nivolumab+Ipilimumab als Frontline-Therapie schlägt Chemo hinsichtlich Überleben

  • Hellmann MD & al.
  • N Engl J Med
  • 28.09.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC hatten ein signifikant längeres OS unter Nivolumab+Ipilimumab in der Erstlinie als unter Chemotherapie, unabhängig von der Höhe der PD-L1-Expression.

Warum das wichtig ist

  • Frühere Studien hatten einen OS-Benefit für Nivolumab+Ipilimumab beim Melanom und Nierenzellkarzinom gezeigt, aber die Wirksamkeit beim NSCLC war unklar.

Studiendesign

  • Vorläufiger Bericht aus der randomisierten Phase 3-Studie CheckMate 227.
  • Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und PD-L1-Expressionsniveaus  ≥1% oder
  • Finanzierung: Bristol-Myers Squibb; Ono Pharmaceutical.

Wesentliche Ergebnisse

  • In der gesamten Population war das mittlere OS höher unter Nivolumab+Ipilimumab als unter Chemotherapie (17,1 vs. 13,9 Monate).
  • Die Kombinationstherapie zeigte ein besseres mittleres OS als Chemotherapie bei Patienten mit:
    • PD-L1 ≥1%: 17,1 vs. 14,9 Monate (P=0,007); HRTod 0,62 (95% KI 0,48-0,78).
    • PD-L1 Progression/Tod 0,73; P=0,0007).
  • Nach 2 Jahren ergab Nivolumab+Ipilimumab eine verbesserte mediane Ansprechdauer (17,1 vs. 13,9 Monate) und OS (40,1% vs. 29,7%) gegenüber Chemotherapie bei allen Patienten, unabhängig von der PD-L1-Expression.
  • Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse jeden Grades waren häufiger unter Kombinations-Immuntherapie (24,5% vs. 13,9%), ebenso Ereignisse, die zum Abbruch der Behandlung führten (18,1% vs. 9,1%).

Einschränkungen

  • Open-label Studie.