NSCLC: niedrigere Afatinib-Dosis effektiv bei Hirnmetastasen

  • Clin Lung Cancer

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit fortgeschrittenem EGFR(epithelialer Wachstumsfaktorrezeptor)-mutierten, nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) und Hirnmetastasen, die täglich 30 mg Afatinib nahmen, hatten eine ähnliche intrakranielle objektive Ansprechrate (ORR) und progressionsfreies Überleben (PFS) wie Patienten, die 40 mg nahmen.
  • Die Ergebnisse waren ähnlich bei Patienten, die Afatinib allein oder in Kombination mit einer Lokaltherapie nahmen.

Warum das wichtig ist

  • Bis zu 38 % der EGFR-mutierten Patienten mit NSCLC, die sich einer Afatinib-Therapie unterziehen, müssen aufgrund schwerer unerwünschter Ereignisse die Dosis reduzieren.

Studiendesign

  • 84 bislang unbehandelte Patienten mit fortgeschrittenem, EGFR-mutierten NSCLC und Hirnmetastasen bei Diagnose erhielten tägliche Dosen Afatinib von 40 mg oder 30 mg, entweder allein oder mit Lokaltherapie.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Ansprechraten der intrakraniellen Behandlung:
    • 43,2 % erreichten ein Komplettansprechen (CR).
    • 37,8 % erreichten ein teilweises Ansprechen (PR).
    • 14,9 % erreichten eine stabile Krankheit.
    • 4,1 % erreichten eine progressive Krankheit.
  • Mit Afatinib allein war ein CR wahrscheinlicher (55,6 % vs. 24,1 %; p = 0,008) und ein PR weniger wahrscheinlich (26,7 % vs. 55,2 %; p = 0,014).
  • Die allgemeine intrakranielle ORR betrug 81,0 % und die intrakranielle Krankheitskontrollrate (DCR) 95,9 %.
  • Keine signifikanten Unterschiede in der ORR, DCR oder dem PFS zwischen Patienten, die mit Afatinib, 40 mg/täglich oder 30 mg/täglich behandelt wurden, mit oder ohne Lokaltherapie.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie ausschließlich mit taiwanesischen Patienten.