NSCLC im Stadium IIIA–N2: CCRT als Induktion sorgt für R0-Resektionsrate von 80 %

  • Tanaka F & al.
  • Ann Thorac Surg
  • 01.10.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein multimodaler Behandlungsplan mit einer begleitenden Radiochemotherapie (CCRT; 50 Gy) als Induktion, gefolgt von einer Resektion und postoperativen Chemotherapie als Konsolidierung ist bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IIIA–N2 machbar und sorgt für eine Komplettresektionsrate nach einer Induktions-Chemotherapie von 80 %.

Warum das wichtig ist

  • Der Versorgungsstandard bei NSCLC im Stadium IIIA–N2 ist eine CCRT.

Studiendesign

  • Einarmige, multizentrische Phase-II-Studie.
  • 40 Patienten mit bislang unbehandeltem NSCLC im Stadium IIIA–N2 erhielten eine Induktions-Chemotherapie in Form einer CCRT (50 Gy) und, wenn es zu keiner Krankheitsprogression kam, eine operative Resektion und anschließend eine Konsolidierungs-Chemotherapie.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 23 Patienten erreichten ein teilweises Ansprechen; die Gesamtansprechrate betrug 58 % (95 %-KI: 41 %–73 %).
  • 85 % unterzogen sich einer Resektion; 6 % Mortalität in der OP-Gruppe.
  • 80 % (95 %-KI: 64 %–91 %; p = 0,012) der OP-Gruppe erreichten eine R0-Resektion.
  • 20 Patienten schlossen den gesamten Behandlungsplan ab, einschließlich der Konsolidierungs-Chemotherapie.
  • Nach median 38,1 Monaten Nachbeobachtung betrug das 2-jährige progressionsfreie Überleben (PFS) 63 %, das 2-jährige Gesamtüberleben (OS) 75 % und 2-jährige rezidivfreie Überleben (RFS) 62 %.
  • Patienten, die ein pathologisches Komplettansprechen erreichten (pCR) (29 % der Kohorte insgesamt), wiesen ein 2-jähriges RFS von 70 % auf, verglichen mit 57,3 % bei Patienten, die kein pCR erreicht hatten.
  • Bei 3 Patienten entwickelte sich postoperativ eine Bronchopleuralfistel.

Einschränkungen

  • Keine Langzeitdaten und kleine Stichprobengröße.