NSCLC im Stadium I: SABR besser als Standard-RT in Phase-III-Studie CHISEL

  • Ball D & al.
  • Lancet Oncol
  • 12.02.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine stereotaktische ablative Radiotherapie (SABR) ging bei inoperablem, peripher lokalisierten, nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium I mit besseren Ergebnissen einher als eine Standard-Radiotherapie, und dies mit niedrigeren Strahlendosen.

Warum das wichtig ist

  • Einarmige Studien haben eine hohe lokale Kontrolle mit SABR nachgewiesen, aber Studien zur Untersuchung des Effekts der Technik auf das Gesamtüberleben (OS) kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Studiendesign

  • Multizentrische, randomisierte, kontrollierte Phase-III-Studie, CHISEL (Eine randomisierte Phase-III-Studie zu einer hochkonformen, hypofraktionierten, bildgeführten („stereotaktischen“) Radiotherapie (HypRT) versus einer konventionell fraktionierten Radiotherapie (ConRT) bei inoperablem nichtkleinzelligen Lungenkrebs im Frühstadium).
  • 101 Patienten mit NSCLC im Stadium I mit nichtzentralen Tumoren, die durch einen FDG(18F-Fluorodeoxyglucose)-PET-Scan bestätigt wurden, erhielten eine SABR mit 54 oder 48 Gy (n = 66) oder eine Standardradiotherapie mit 66 oder 50 Gy (n = 35).
  • Finanzierung: Australian Government Department of Health und andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Vorgeschichte von Krebs bei 43 % in der SABR-Gruppe und bei 34 % in der Radiotherapiegruppe.
  • Mortalität und lokale Krankheitsprogression waren mit einer SABR niedriger als mit einer Standardradiotherapie (39 % vs. 62 % bzw. 14 % vs. 31 %).
  • Die Zeit bis zum lokalem Behandlungsversagen (HR: 0,32; p = 0,008), mediane Rate des 5-jährigen OS (HR: 0,53; p = 0,027) und das lungenkrebsspezifische Überleben (HR: 0,49; p = 0,092) waren mit SABR besser.
  • Die Gruppen SABR und Standard-Radiotherapie hatten vergleichbare Raten unerwünschter Ereignisse.

Einschränkungen

  • Eine große Anzahl von Patienten eine Krebsvorgeschichte.
  • Als primärer Endpunkt wurde statt der RECIST-Kriterien die Zeit bis zum lokalen Behandlungsversagen verwendet.