NSCLC im Frühstadium: Chemotherapie nach SBRT mit schlechteren Überlebenschancen verknüpft

  • Foster CC & al.
  • Lung Cancer
  • 01.04.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein adjuvante Chemotherapie (ACT) nach einer stereotaktischen Körperbestrahlung (SBRT) war bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium T1–T3N0M0 mit schlechteren Überlebenschancen assoziiert.
  • Patienten mit großen Tumoren (≥ 4 cm) wiesen mit oder ohne ACT nach einer SBRT ein ähnliches Überleben auf.

Warum das wichtig ist

  • Eine ACT wird als Standard nach einem operativen Eingriff angeboten, aber der Nutzen nach einer definitiven SBRT war unklar.
  • Eine ACT verlängert bei Patienten mit großen Tumoren nach einem operativen Eingriff das Überleben, nicht aber nach einer definitiven SBRT. 

Studiendesign

  • 24.011 Patienten mit NSCLC im Stadium T1-T3N0M0 aus der National Cancer Database, die eine SBRT erhalten hatten.
  • Mediane Verlaufskontrolle: 32,5 Monate.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • 1,3 % der Patienten gesamt und 3,4 % der Patienten mit ≥ 4 cm großen Tumoren (n = 2.323) erhielten innerhalb von 8 Wochen nach der SBRT eine ACT.
  • Eine ACT war mit einem signifikant schlechteren Gesamtüberleben (OS) allgemein assoziiert (28,0 vs. 36,5 Monate; adjustierte Hazardrate [aHR]: 1,22; p = 0,005).
  • Nach einem Propensity-Matching war eine ACT mit einem schlechteren OS insgesamt assoziiert (28,0 vs. 47,7 Monate; HR: 1,60; p 
  • Bei Tumoren von ≥ 4 cm Größe war die Rate des 3-jährigen OS mit und ohne ACT ähnlich (38,2 % vs. 33,0 %; p = 0,81).  

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.